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Wimmelbücher- Es geht auch ohne Digitalisierung

Wimmelbücher- Es geht auch ohne Digitalisierung

Hupende, singende und quietschende Bücher haben doch schon so manche Eltern in den Wahnsinn getrieben. Doch da besteht glücklicherweise noch Hoffnung. Diese wunderbaren Bücher, die allein von den Szenen auf den Bildern leben … Das sind die abwechslungsreichen Wimmelbücher.

Man entdeckt noch nach Jahren Details

Ali Mitgutsch, der Autor der berühmten Wimmelbücher stellt klar: „Ich will nicht, dass meine Bücher grunzen.“ Liebe Eltern ihr könnt beruhigt sein, seine Ausgaben wird es gedruckt nicht mit Ton geben. Die tollen Bücher mit unendlichen Details und ohne Text sind seit Jahrzehnten schon fester Bestandteil in den Kinderzimmerbücherregalen und machen Millionen Kinder glücklich. Etwa 6,5 Millionen Mal haben sich seine kleinteilig und farbefroh illustrierten Wimmelbücher bis heute verkauft. Mit den Wimmelbüchern schuf Mitgutsch eine ganz neue Gattung in der Bilderbuchliteratur.

Sehnsucht nach dem Teil einer Gemeinschaft

Es gibt eine mögliche Erklärung des Zeichners, warum er seine charakteristischen Bilderwelten mit spielenden geselligen Kindern zeichnete. In seiner Kindheit habe Ali Mitgutsch sehr unter Einsamkeit gelitten. Die Sehnsucht drückte er mit seinen detaillierten Bildern, in sogenannten „kleinen sozialen Inseln“, wo niemand verloren gehen konnte, aus. „Die Kinder in meinen Bildern halten zusammen“, so Mitgutsch. Der einst als Träumer gehänselte Junge ist heute einer der beliebtesten deutschen Kinderbuchautoren. Seine Fantasie hat nicht nur ihn gerettet, sondern Millionen von Kindern.

Perfekte Spielwiese für Digitalentwickler?

Die Idee, Wimmelbücher mit Effekten aufzuwerten, gab es schon einmal: ein beiliegender Stick sollte beim Antippen einer Kuh oder eines Schweines die entsprechenden Tiergeräusche initiieren. Der 80-Jährige Ali Mitgutsch steht dem Ganzen aber skeptisch gegenüber und ist der Meinung, dass alles, zumindest bei den gedruckten Büchern, so bleiben soll wie immer.

„Das Buch als solches ist mir eigentlich genug. Ich will nicht, dass meine Bücher quaken oder grunzen“, so Mitgutsch. Ganz verschont von der Digitalisierung bleiben seine Werke dennoch nicht: Es gibt bereits Apps für Tablets von seinen Kinderbuch-Bestsellern.

Sehr hier die Bilderserie Ali Mitgutschs: Flucht in die Wimmelwelten

http://www.spiegel.de/fotostrecke/ali-mitgutsch-traurige-kindheit-des-wimmelbilderfinders-fotostrecke-129081.html


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