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Der Wiedereinstieg ins Berufsleben

Der Wiedereinstieg ins Berufsleben

Der nahtlose Wiedereinstieg in den Job ist für viele Frauen schwierig. Manchmal erwartet einen ein eher unschönes Gespräch mit dem Vorgesetzte oder im schlimmsten Fall ist gar nichts mehr möglich. Vorwürfen, fehlgeschlagene Rückkehr-Szenarien, Teilzeitarbeit, Teilzeitausbildung…

Karolin Bresnitz, 34, hat ihre Arbeit als Gesundheitsökonomin schon immer Spaß gemacht. Als sie mit ihrem ersten Kind schwanger wurde, war ihr besonders wichtig, schnell wieder in den Beruf zurückzukehren. Ein Kind in ihrem Unternehmen zu bekommen, war kein Problem. Wichtig sei ihr besonders die Unabhängigkeit. Nach einer 15 Stunden und einer 30 Stunden Woche folgte dann die 39 Stunden Woche mit einem dreieinhalb Jahre alten Kind. Größere Projekte wollte sie stets mit planen und durch ihren Tätigkeitsdrang ein Stück Freiheit erlangen.

Nun kann sie Arbeitszeiten flexibel einteilen. Aber: ohne ihren Mann würde die Rechnung nicht aufgehen. Frau Bresnitz kann bestätigen, ein schlechtes Gewissen als berufstätige Mutter zu bekommen, ist keinesfalls abwegig. Im Austausch mit anderen Müttern sind immer wieder mehrere Glaubenssätze aufeinandergeprallt. „Ich habe mir zu viel Druck aufgebaut und würde beim zweiten Kind alles anderes machen“, so Bresnitz. Man muss nicht zwingend nach der Geburt nach Hause kommen und die Arbeitsmails checken oder zu arbeiten beginnen, wenn das Kind nur ein paar Wochen alt ist. Der Wiedereinstieg, so meint sie, sollte zwischen Vorgesetztem und Angestelltem immer von einem Geben und Nehmen geprägt sein.

Für Paula Siebert, 38, Senior Managerin für Online-Marketing, war die Elternzeit ein Wendepunkt. Eine Absprache mit dem Chef, nach elf Monaten Elternzeit wieder für 25 Stunden pro Woche arbeiten zu gehen, erfolgte ausschließlich mündlich. Schriftlich fixiert hatten sie nichts. Das abgesprochene Rückkehr-Szenario war dann doch nicht möglich. Es hieß, dass sich eine “Quasi-Führungskraft“, nicht mit einer „Quasi-Teilzeit-Stelle“ im Umfang von 25 Wochenstunden vereinbaren ließe. Das war wirklich eine Enttäuschung- vor allem weil der Antrag wohl darüber hinaus auch Formfehler enthalte. Frau Siebert nahm sich einen Anwalt, doch das half nichts.

Es kam die Antwort, man hätte eine firmeninterne Umstrukturierung durchgeführt. Die Stelle sei schlicht und einfach überflüssig, egal mit welchem Stundenumfang. Frau Siebert wurde aus ihrem Job geekelt.

Laura Münster, 26, beschloss, nach insgesamt drei Jahren Elternzeit von zwei kurz aufeinander folgenden Kindern sich nach einer Ausbildung umzusehen. Mit ihrem Lehramtsstudium war sie nicht zufrieden. Für sie kam, um Familie und Ausbildung vereinigen zu können, nur eine Teilzeitausbildung in Frage. So hatte sie dank einer firmeneigenen Kindereinrichtung den Kopf frei für die Arbeit. Sie hofft darauf, von ihrem Arbeitgeber übernommen zu werden.

Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend: So sag ich’s meinen Vorgesetzten: Elternzeit, Wiedereinstieg und flexible Arbeitsmodelle erfolgreich vereinbaren

 

Der Wiedereinstieg ins Berufsleben – LeipzigKids


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