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Familie und Leben

Wie kann man gegen die Schlappheit gewinnen

Kein freundliches „Guten Morgen“ der Kinder und man selbst hängt auch äußerst schlapp auf der Bettkante. Das Grundschulkind verkündete, es möchte einfach ein Igel sein und Winterschlaf halten und ich kann es ihr nicht verdenken. Wie gern würden wir alle einfach weiter liegen bleiben und so dem gestrigen Grausel-Montag entgehen.
 

Experten benennen das Phänomen mit Frühjahrsmüdigkeit.

D.h. während die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und die Schneeglöckchen gerade zu blühen beginnen, haben einige Menschen mit einer totalen Erschöpfung zu kämpfen. Auch wenn es sich dabei nicht um eine Krankheit handelt, so fühlt es sich so an… mit einer intensiven Schläfrigkeit am Tag und Schlafstörungen in der Nacht, mit Kreislaufproblemen, Gereiztheit oder Kopfschmerzen bis hin zu depressiven Verstimmungen. „Im Frühjahr werden aufgrund der wärmeren Temperaturen und der erhöhten Lichtintensität mehr Endorphine und andere Hormone ausgeschüttet“, sagt Peter Young, Schlafmediziner von der Uniklinik Münster. Diese führen zu einer erhöhten Aktivität, aber eben auch zu einer intensiveren Erschöpfung.

Im Winter läuft der Körper evolutionsbedingt in einer Art Sparmodus. Früher gab es dann weniger Nahrung und wegen der Kälte musste man sich ruhiger halten, um Kräfte zu sparen, erklärt Thomas Kantermann von der Universität Groningen, der sich als Chronobiologe besonders mit dem biologischen Rhythmus des Menschen befasst:
„Sobald es ins Frühjahr geht, heißt es: Den Körper mobilisieren“.
 

Bei einigen Menschen dauere es eine gewisse Zeit, um aus der Winterträgheit herauszukommen.

Aber in die Schule oder auf Arbeit muss man. Da kann man dem Körper nicht etwas mehr Zeit geben und Erholung, leider… Deshalb raten die Wissenschaftler schlicht zu viel Bewegung und Licht. So gibt man dem Körper die Möglichkeit, sich an die neuen Lichtverhältnisse im Frühling zu gewöhnen. Auch ausreichender Schlaf hilft (egal, ob man dann schon einmal 21:00 Uhr komatös umfällt)
„Man sollte sich nicht in ein Erschöpfungsdenken reinfallen lassen, sondern versuchen, diesem aktiv entgegenzutreten“, sagt Young.

Übrigens: Kunstlicht am Abend ist kontraproduktiv. Also wie immer, weniger Tablet, Smartphone oder Fernsehen und Augen zu (auch, wenn es schwer fällt)!


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