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Familie und Leben

Wenn Eltern lieber aufs Smartphone als zu ihrem Kind schauen

Kein unübliches Bild. Das Kind schaukelt, malt oder puzzelt sonst irgendwie und die Eltern sind zwar körperlich dabei, aber ihr Blick ist fest auf das Display gerichtet. Irgendeine spannende Nachricht, ein lustiger Post oder eine wichtige Mail gibt’s eigentlich immer. Dabei merken die Kids sehr wohl, dass sie nur „nebenbei“ laufen und dass ihre Eltern nicht richtig anwesend sind. Richtig bedeutet in diesem Zusammenhang mit Augenkontakt und in der Interaktion miteinander. Kind darf etwas zeigen und auch ohne großes Geschrei bekommt es Aufmerksamkeit.

Missachtete Kinder sind eher frustriert, hyperaktiv, jammern, schmollen oder reagierten mit Wutanfällen, berichten Forscher im Fachjournal „Pedriatic Research“. Die Folge: Eltern flüchten sich noch eher in die Welt der Medien.

Die Forscher hatten Eltern mit Kindern unter fünf Jahren 6 Monate begleitet und festgestellt, in fast allen Fällen kam es pro Tag mindestens einmal dazu, dass digitale Geräte den Eltern-Kind-Austausch unterbrachen. Sowohl Mütter wie Väter gaben an, dass mit der Menge dieser Unterbrechungen auch Verhaltensauffälligkeiten der Kinder und elterliche Stressgefühle zunahmen.

D.h. Frust und Ärger auf beiden Seiten ist vorprogrammiert, was eindeutig für getrennte Kinder- und Medienzeiten spricht. Also: versuchen wir es!


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