Home  »  News   »   Familie und Leben   »   Wenn die Kids das mit der Freundschaft nicht allein schaffen…..

Familie und Leben

Wenn die Kids das mit der Freundschaft nicht allein schaffen…..

Klar, man wünscht seinen Kindern Freunde. Man kann sie aber nicht vorsortieren, aussuchen oder sie aktivieren, wenn sie selbst so gar keine Initiative ergreifen. Aber man kann dezent im Hintergrund da und förderlich sein.
 

Wie?

  • 01

    Freundschaften einfach zulassen

    Als Eltern möchte man gern nette Freunde im eigenen Haus haben, aus einer ordentlichen Familie, Kinder mit guten Manieren (was auch immer ordentlich und gut für jeden einzelnen heißt). Aber Kinder treffen ihre Freunde-Auswahl nun einmal selbst. Zunächst gilt es, die Freundschaft in jedem Fall zuzulassen. Der Freund oder die Freundin unseres Kindes sollte von uns nach Hause eingeladen werden, und auch – wenn es möglich ist – dessen Mutter oder, was bei ausländischen Kindern auch sein kann, die Geschwister oder die Großmutter.

    Das verlangt von uns manche Überwindung, ist aber, wenn sich eine ernsthafte Freundschaftsbeziehung zwischen den Kindern stabilisiert hat, für unser Kind und für uns selbst wichtig. Wir müssen bereit sein, Vorurteile abzubauen, uns auch auf eine andere Erziehungsvorstellung oder Lebensart einzulassen. Bei älteren Kindern ist eine Freundschaftsbeziehung manchmal problematisch. Sie suchen sich oft bewusst Freunde aus einem anderen Milieu oder extremen Verhältnissen aus, weil sie diese kennen lernen möchten oder unsere „Spießigkeit“ satt haben.

    Wenn wir alles getan haben, um das Vertrauen unserer Kinder zu gewinnen, können wir sie auch einmal getrost solche Freundschaften ausprobieren lassen. Das Risiko, dass sie dabei nichts Gutes lernen, müssen wir eingehen. Eine Ermahnung oder gar die Ablehnung des Freundes hätte höchstens die Trotzreaktion zur Folge.
    Generell gilt, Kinder suchen sich oft Freunde, die zu ihnen komplett gegensätzlich sind.

  • 02

    Beim ersten Kontakt helfen

    Gerade Kinder im Kindergarten finden oft andere spannend und interessieren sich, aber haben noch selbst zu wenig Erfahrung und Zutrauen zur Kontaktaufnahme. Als Eltern kann man das Kind ermutigen, vielleicht sogar zusammen ansprechen und so das Eis brechen. Schüchterne Kinder benötigen Ermutigung, stürmische Kinder müssen lernen, das andere Kind nicht zu überfordern und nicht zu vereinnahmen. Beides sollte man vermitteln. Eine wesentliche Grundfähigkeit kann geübt werden: über die eigenen Gefühle sprechen. Denn nur wer verstanden wird und sich mitteilt, kann später auch unter Freunden Gehör finden und integriert werden. Können Kinder ein anderes nicht deuten, verstehen sie sein Verhalten nicht oder ängstigen sie sich gar, hat die Freundschaft keine Chance.

  • 03

    Freundschaften vorleben

    Wie sieht es denn bei uns aus? Haben wir Freunde, die uns wichtig und denen wir nah sind? „Wir können die Kinder erziehen, wie wir wollen, am Ende machen sie uns doch alles nach“, also schauen wir am besten in den Spiegel und hinterfragen auch unseren eigenen Umgang.

  •  
    Jeder Mensch in jedem Lebensalter braucht andere Menschen, denen er vertrauen kann.


    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.