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Was bin ich – Teil 1

Was das Heißt? nun ja, es gibt Überraschungseier für Mädchen mit Prinzessinnen und Schmuck und es gibt blaue Räuber- und Piratenbücher, die ganz offensichtlich den kleinen männlichen Helden ansprechen sollen. Schon längst ist die rosa-hellblau Unterteilung bei den Kids nicht mehr nur an der Farbwahl der Zimmerwände zu sehen.

Deshalb wollen Medienwissenschaftler jetzt neue, besonders attraktive Medienformate für Kinder kreieren, um Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen abzuschaffen. Sie erhoffen sich davon Umsatzsteigerungen bei Büchern und Spielen, aber natürlich auch, dass mit den festgefahrenen Klischees und Rollenbildern aufgeräumt wird. Nach wie vor, ist das Buch eher ein Medium für Mädchen, die Computerspieleindustrie aber beispielsweise wird von männlichen Gamern beherrscht. Dies verhält sich ähnlich bei Infotainment- und Edutainment Angeboten, die spielerisch Wissen vermitteln sollen.

Die Fachhochschule St. Pölten möchte betonen, dass es aber auch darum geht, dass Jungen und Mädchen Geschlechterrollen hinterfragen und alternative Identifikationsangebote erproben – denn: nichts ist falsch und richtig. Jeder muss seinen eigenen Weg finden oder anders ausgedrückt: jeder darf sein was er will. Entsprechend sollen typische Mädchen- und Jungendarstellungen vermieden werden, so der Vorschlag der Forscher. Dazu heißt es: „Zu den Leitlinien gehören unter anderem das Vermeiden einer getrennten Zielgruppenansprache für Mädchen und Buben sowie das Vermeiden der Verwendung geschlechtsspezifischer, insbesondere frauenfeindlicher Klischees beim Gestalten von Charakteren, zudem eine Stereotypen vermeidende grafische Gestaltung.“

Und da es ja mittwochs auf Leipzig Kids immer einen Buchtipp gibt, heute natürlich auch: Das kleine Ich bin Ich von Mira Lobe. Das Buch hat auch dreißig Jahre nach seiner Erstauflage nichts von seinem Charme verloren und das kleine bunte Tier sucht und fragt „Wer bin ich?“ nachdem ein frecher Laubfrosch es geärgert hat und meint: „Wer nicht weiß, wie er heißt, wer vergisst, wer er ist, der ist dumm. Bumm.“

 


Das kleine Ich bin ich


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