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Familie und Leben

Wann sind Eltern gute Eltern?

Da hängt man müde abends in der Ecke und ist fertig vom Tag, von der Arbeit, vom Organisieren und Kümmern – man fühlt sich zerrissen zwischen dem Job und der Familie. Man will überall gleichzeitig sein und man will gut sein. Aber wann ist man denn gut? Reicht Liebe und nochmals Liebe trotz der wenigen gemeinsamen Zeit? Stimmt der Satz mit der Qualität, die vor Quantität kommt? Wohl jeder hat schon einmal zweifelnd gegrübelt und grübelnd gezweifelt.

Psychologin Nadene van der Linden hat in sieben Anzeichen zusammengefasst, an welchen sie in ihrer Arbeit erkennt, dass Eltern einen guten Job machen und Kinder gut aufgehoben sind. (übrigens gilt die Liste auch für die Eltern der Eltern, vielleicht will man ja auch einmal in diese Richtung denken)

 

Das Kind zeigt ein großes Spektrum an Gefühlen

Auch wenn es anstrengend ist, aber viele Gefühle von seinem Kind 1 zu 1 gespiegelt zu bekommen, ist gut. Ärger, Wut, Trauer oder Angst – damit sollten Kinder zu den Eltern kommen können, denn dann fühlt es sich sicher, geborgen und verstanden.

„Es macht mir immer große Sorgen, wenn Kinder ihre Gefühle vor ihren Eltern verbergen“, schreibt van der Linden. „Oft ist das ein Zeichen für große Probleme in der Eltern-Kind-Beziehung.“

 

Das Kind kommt mit Problemen zu den Eltern

„Ich weiß, dass Eltern einen super Job machen, wenn sie die erste Anlaufstelle für jegliche Probleme ihres Kind sind“, schreibt van der Linden. D.h. man ist wesentliche Bezugsperson und auch „sicherer Hafen“ – unabhängig von den Herausforderungen, die es zu meistern gilt.

Bespricht das Kind seine Gedanken und Gefühle mit Dir, ohne eine Reaktion fürchten zu müssen?
Dann ist es klasse. Manche Eltern beschränken unbewusst die Kommunikation mit ihrem Kind durch ihr Verhalten, indem sie auf manche Gefühle und Gedanken überreagieren oder sich selbst als Eltern gekränkt fühlen etc. Andere Eltern erscheinen ihren Kindern so sensibel, dass diese Mama und Papa nicht mit ihrem Gefühlsleben belasten wollen.
Nadene van der Linden schreibt: „Ich mache mir Sorgen, wenn Eltern sagen: ‚Mein Kind ist mein Fels in der Brandung.‘ Eltern sind der Felsen; Kinder sollten nie der Fels für ihre Eltern sein.“

 

Als Eltern reagiert man nicht zu kritisch oder wertend

Man sollte seinem Kind immer Feedback geben, das aber auf keinen Fall abwertende Formulierungen enthält so wie „böse“, „gierig“ oder „faul“ enthält.
Es ist wichtig, sich auf die Fakten zu beschränken und nicht den Charakter des Kindes anzuzweifeln.

Wichtig ist, die Interessen und Talente des Kindes zu fördern und es zu ermutigen Hobbys und Interessen helfen dem Kind zu lernen, an einer Sache dranzubleiben und seine Leidenschaften zu entwickeln. Hobbys führen zu Bestätigung und motivieren.

Grenzen sind dafür da, das Wohlergehen des Kindes zu schützen
Gute Eltern geben gut durchdachte Grenzen vor. Grenzen und Regeln helfen bei der Orientierung und geben Halt (Aber: es braucht eine klare Argumentation, die nachvollziehbar ist) auch wenn sie manchmal gegen die Beschränkungen rebellieren.

 

Eltern müssen ihre Fehler wieder gut machen

Manchmal platzt einem einfach der Kragen und man wird laut oder reagiert über. Jeder macht Fehler. Aber das wichtigste: gute Eltern stehen für ihre Fehler ein und versuchen, diese zu reparieren, d.h. man entschuldigt sich bei dem Kind und erklärt sich.


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