Home  »  News   »   Familie und Leben   »   Von unsichtbaren Freunden und dem Monster unterm Bett

Familie und Leben

Von unsichtbaren Freunden und dem Monster unterm Bett

Schon seit einer Weile wundert sich Lisas Mama. Ob auf dem Spielplatz, in ihrem Kinderzimmer oder einfach so unterwegs, die Kleine scheint sich die ganze Zeit mit jemandem zu unterhalten, der gar nicht zu existieren scheint. Oder doch, aber eben nur in Lisas Fantasie.
Auch Tommys Papa kann es nicht verstehen, aber jeden Abend, wenn er seinen Jungen ins Bett bringt, bittet dieser ihn noch einmal unter sein Bett zu gucken, ob da auch ja keine Monster lauern.
 
Die Fantasie von Kindern scheint manchmal kleine Grenzen zu kennen, was allgemein ja etwas Wunderbares ist, schleichen sich aber Fantasiefreunde und Monster in das leben unserer lieben Kleinen, machen sich so manche Eltern doch eher Sorgen, dass sich dies negativ auf die kindliche Entwicklung auswirken könnte.
 

Keine Sorge, das ist nichts Schlimmes!

Plappert euer Kind gerne und angeregt mit einem imaginären Freund, bringt ihn das sogar voran, denn so schult es nebenbei seine erzählerischen Fähigkeiten und ist ein Ausdruck seines großartigen Vorstellungsvermögens. Auch seine sozialen Kontakte werden darunter nicht gleich leiden, denn so ein fantastischer Begleiter taucht meist nur auf, wenn es gerade an gleichaltrigen Spielkameraden mangelt.
Ist ein Kind besonders einfühlsam und kontaktfreudig, kommt es häufig vor, dass sich zu den realen Freunden auch ein paar Fantasiewesen und Superhelden dazugesellen.
 

Weshalb einen Fantasiefreund erschaffen?

So ein unsichtbarer Begleiter kann eurem Nachwuchs durchaus Sicherheit geben. Durch diese lernen sie ihre Umwelt besser zu verstehen und sich besser in ihr zurecht zu finden. Wer nun aber doch noch unsicher ist: So ein Freund löst sich mit Beginn der Schulzeit meist ganz von alleine auf.
 

Wie reagiere ich auf das neu “Familienmitglied”?

Hat euer Sohnemann oder euer Töchterchen plötzlich einen Fantasiefreund, könnt ihr diesen durchaus in den Alltag mit einbeziehen und ihm z. B. beim Essen auch einen Teller mit hinstellen. Ein weiterer Vorteil von diesem “neuen Familienmitglied” ist auch, dass ihr durch ihn wichtige und tiefe Einblicke in die Seele eurer Kinder erhaschen könnt.
 

Was, wenn aber ein Monster im Schrank lauert?

Hat euer Kind Angst vor vermeintlich Gruseligem in seinem Zimmer, kann es helfen vor dem Schlafengehen gemeinsam unter das Bett und in den Schrank zu gucken, so können sich die Kleinen versichern, dass dort nichts lauert. Reicht das nicht aus, könnt ihr auch eine kleine Nachtlampe über Nacht an machen, dann kann sich euer Nachwuchs auch besser orientieren, sollte er Abends doch noch einmal auf die Toilette oder Durst bekommen.
 
Prinzipiell verschwinden imaginäre Freunde und Monster mit zunehmendem Alter wieder, weshalb es keinen Grund gibt, sich vorzeitig Sorgen zu machen. Stattdessen einfach über den Einfallsreichtum der kleinen Denker freuen und abwarten.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.