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Vereinbarkeit von Familie und Beruf

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Die Wissenschaft untersucht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und fragt: Wie vereinbaren Mütter und Väter Familie und Beruf heute und wie war dies Mitte der 1990er-Jahre? Hat die Familienform Einfluss auf das Erwerbsverhalten der Mütter und Väter? Wie organisieren Paare mit Kindern ihre Erwerbstätigkeit?

Bereits seit 1957 wird diese größte deutsche Haushaltsbefragung durchgeführt. Sie soll damit Aufschluss geben über die wirtschaftliche und soziale Lage und der Politik als Entscheidungsgrundlage dienen. Nun denn, seit 1957 hat sich viel verändert, aber warum reagiert man so spät auf eine Situation, die jährlich neu eroiert wird?

 

60% der Mütter und 84% der Väter sind aktiv erwerbstätig

Grafik: 60% der Mütter und 84% der Väter sind aktiv erwerbstätig

 

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Grafik: Je älter die Kinder, desto höher ist die Erwerbsbeteiligung der Mütter

 

Vollzeit- und Teilzeitquoten von Müttern und Vätern 2010 nach dem Alter des jüngsten Kindes

Grafik: Vollzeit- und Teilzeitquoten von Müttern und Vätern 2010 nach dem Alter des jüngsten Kindes

 

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Grafik: Gründe für Teilzeittätigkeit von Müttern und Vätern mit Kindern unter 18 Jahren

 

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Grafik: Beschäftigte 2010 nach Familienformen

 

Fazit

Die wesentlichen Ergebnisse dieses Aufsatzes lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Mütter schränken ihre Berufstätigkeit immer noch eher ein als Väter: Im Jahr 2010 waren 60% der Mütter, aber 84% der Väter mit Kindern unter 18 Jahren aktiv erwerbstätig.
  • Je älter die Kinder sind, desto höher ist die Erwerbsbeteiligung der Mütter; bei den Vätern ist die Beteiligung am Erwerbsleben dagegen weitgehend unabhängig vom Alter der Kinder.
  • Gegenüber 1996 ist die Erwerbstätigenquote der Mütter gestiegen, die der Väter gesunken. > Mehr als zwei Drittel (70%) der aktiv erwerbstätigen Mütter arbeiteten im Jahr 2010 in Teilzeit. Gegenüber 1996 hat die Teilzeitquote der Mütter – im Osten und Westen – stark zugenommen.
  • Im früheren Bundesgebiet ohne Berlin sind die Teilzeitquoten von Müttern nach wie vor deutlich höher als in den neuen Ländern und Berlin (75% gegenüber 45% im Jahr 2010).
  • Die Gründe für die Teilzeittätigkeit unterscheiden sich zwischen Ost und West: Während im Westen die Mütter ganz überwiegend wegen persönlicher und familiärer Verpflichtungen einer Teilzeittätigkeit nachgingen, war im Osten auch der Mangel an Vollzeitarbeitsplätzen von Bedeutung.
  • 2010 wiesen Lebenspartnerinnen mit Kindern (45%) die höchsten Vollzeitquoten auf, gefolgt von den alleinerziehenden Müttern (42%); erwerbstätige Ehefrauen mit Kindern waren nur zu 25% vollzeitbeschäftigt.
  • Bei mehr als der Hälfte (54%) der Paare mit Kindern arbeiteten 2010 beide Partner.
  • Wenn beide Partner erwerbstätig sind, ist eine Vollzeitbeschäftigung des Vaters in Kombination mit einer Teilzeittätigkeit der Mutter das mit Abstand häufigste Arbeitszeitmodell.
  • Wenn Mütter und Väter aktiv erwerbstätig sind, dann ist die eigene Erwerbstätigkeit in den meisten Fällen auch die Quelle des überwiegenden Lebensunterhaltes.

 

Quelle: www.destatis.de


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