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Teil 2 des Sport-Fitness-Spezial

Im Gespräch mit Manuela Riedel – Inhaberin des Frauenfitnessstudio QUEENS of SPORT in Leipzig

 

Der Frühling ist da und jeder mag für die Frischluftsaison so fit wie möglich sein. Aber das Zeitkontingent von Müttern ist zumeist stark verplant. Was empfehlen Sie?

Kontinuität ist das Wichtigste beim Training, denn nur dann erlangt man auch Erfolge, was sich wiederum positiv auf die Motivation auswirkt. Das erfordert natürlich feste Sporttermine. Was wiederum für junge Muttis natürlich nicht immer einfach ist. Daher ist es wichtig, dass die ganze Familie dahinter steht und es an diesen festen Wochenterminen – außer in Notfällen natürlich – nix zu rütteln gibt. Außerdem sollte man sich -gerade am Anfang- kleine Ziele stecken. Und super ist natürlich eine Sportart oder ein Fitnessstudio, bei dem man die Kinder auch mal mitnehmen kann.

 

Wie viel Zeit sollte man sich für sich selbst nehmen?

Das muss, glaube ich, jeder selbst entscheiden. Da sind die Bedürfnisse ja ganz verschieden. Für den Sport bei uns reichen beispielsweise 45 Minuten Training, am besten 2- 3 mal die Woche aus, um das eigene Wohlbefinden zu steigern.

 

Queens of SportWelche Übungen sind für den untrainierten Stuben- und Bürohocker besonders zu empfehlen?

Auch das ist individuell. Jeder Körper ist anders und daher startet auch jeder auf einem anderen Level. Generell sollte man sich als Sportanfänger sicher nicht zu viel auf einmal vornehmen- also nicht gleich den Halbmarathon anstreben.

Als Sportneueinsteiger ist es ratsam, sich in einem Studio professionell beraten zu lassen. Je nachdem, was man erreich möchte, sollte ein individueller Trainingsplan erstellt werden.
Das Wichtigste ist und bleibt jedoch: Sport sollte Spaß machen!

 

Welche Muskelpartien sollten vorrangig angesprochen werden?

Nun, bei Rückenbeschwerden liegt der Fokus sicherlich auf Rücken- und Bauchtraining. Generell bringt jedoch ein Ganzkörpertraining die besten Erfolge. Es ist wichtig, sich nicht nur auf einzelne Körperpartien zu konzentrieren, nur weil man dort vielleicht seine Problemzonen sieht. Ein gutes Sportprogramm sollte immer ausgeglichen sein.

 

Gibt es Dinge, die Frauen besonders berücksichtigen sollten? (Gerade mit kleinen Kindern sieht es mit der Bauchmuskulatur und einer gesunden Rückenmuskulatur ja eher schlecht aus)

Queens of SportErstmal nein. Doch was ich oft beobachte, ist, dass viele Frauen auf Cardio setzen und der Hantelbereich Männerrevier ist. Tatsächlich haben Frauen und Männer unterschiedliche Trainingsziele, erstaunlicherweise können sie aber mit dem selben Programm erreicht werden.

Cardiotraining ist sehr gut für das Herz-Kreislauf-System. Hierbei wird man jedoch keine Rückenbeschwerden los, baut keine Bauchmuskulatur auf und auch um dauerhaft und effektiv Fett zu verlieren, ist ein Training mit Gewichten sinnvoll.
Der Grund dafür ist simpel: je mehr Muskelmasse im Körper ist, desto höher ist der Grundumsatz und man verbrennt dauerhaft mehr Energie, sogar wenn man schläft.

Muskelaufbautraining ist bei der Fettverbrennung also nachhaltiger als reines Cardiotraining. Daher mein Tipp an alle Frauen: Traut euch an die Gewichte! Unter professioneller Anleitung und dauerhafter Betreuung kann man da auch nichts falsch machen.

Und keine Angst -Muskeln wie bei Popeye werdet ihr auch mit schweren Gewichten nicht bekommen, denn dafür hat Frau schlicht zu wenig Testosteron im Körper. Die Zunahme von Muskelmasse lässt den Körper einfach nur straffer wirken.

 

Gibt es eine Tageszeit, die sich für Sport besonders eignet?

Nein, das kommt ganz auf die Präferenzen der Sportlerinnen an. Die eine nutzt lieber die frühen Morgenstunden für Sport als Wachmacher, die andere powert sich lieber nach der Arbeit richtig aus.

 

Sie haben sich bewusst für ein Frauenfitness-Studio entschieden. Warum? Wie kam es dazu? Trainieren Frauen ohne Männer besser?

Frauen fühlen sich ohne Männer unbeobachteter und können sich mal nur auf sich konzentrieren. Mir war es wichtig, Frauen eine Umgebung zu bieten, in der sie sich wohl fühlen und gerne trainieren. Viele Frauen haben ähnliche Trainingsziele und in entspannter Atmosphäre kommt man schnell ins Gespräch und motiviert sich gegenseitig.

 

Wenn Sie eine Empfehlung für Eltern und Mütter aussprechen dürften – bezogen auf den eigenen Körper, das Zeitmanagement und die Integration von Sport – wie würde sie lauten?

Puh, da fällt mir glaube ich nur eines ein: nicht stressen lassen! Wie schon gesagt, soll Sport Spaß machen. Wer sich zu hohe Ziele steckt und sich dann damit unter Druck setzt, für den wird Sport zum Stress- statt zum Wohlfühlfaktor. Dabei sollte es beim Sport wirklich darum gehen, mal vom Alltag abzuschalten, wieder ein Bewusstsein für den eigenen Körper zu entwickeln und gesundheitlichen Problemen vorzubeugen.

E-Mail: team@queensofsport.de
Webseite: www.queensofsport.de


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