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Familie und Leben

Teil 1: Konzentrationsschwäche bei Kindern

Klar, vor den Ferien sind alle Kinder „durch“ und es braucht einfach Freizeit. Aber manchmal hat das nicht-sitzen-bleiben-können, das Zappeln und immer wieder mit-dem-Kopf-in-den- Wolken-hängen nichts mit Ferien zu tun. Wenn Kinder generell ein Problem mit der Konzentration haben, wird es oft schwierig…. in der Schule, bei den Hausaufgaben, bei Diskussionen und Erklärungen allgemein. Oft hat man das Gefühl, das Kind will nicht zuhören, aber vielleicht kann es das auch einfach nicht und ist überfordert?

Je nach Alter des Kindes und dessen Entwicklungsstand muss es die Konzentration auf eine Sache erst lernen. Eltern sollten hierbei in jedem Fall Nachsicht statt Druck üben. Als Orientierungshilfe, wie lange sich ein Kind maximal am Stück konzentrieren kann, dient diese Übersicht:

Alter Dauer der Konzentration
5-7 Jahre 15 Minuten
7-10 Jahre 20 Minuten
10-12 Jahre 25 Minuten
12-16 Jahre 30 Minuten
 

Unterschiedliche Reize wie der Fernseher, das Radio oder Telefonate können das Kind zusätzlich ablenken. Auch die Eltern sind ein Vorbild beim Umgang mit verschiedenen Aufgaben, da sich Kinder häufig ihr Verhalten bei den Eltern abgucken. Sind auch sie fahrig und wollen auf vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen, kann das Verhaltensmuster übernommen werden.

Konzentrationsschwäche ist ernst zu nehmen, doch bevor professionelle Hilfe aufgesucht wird, helfen einfache Fragen, um die Situationen zu analysieren. Deshalb beantworten sie ehrlich:

    • Läuft häufig im Hintergrund Musik oder der Fernseher?
    • Hat das Kind einen anstrengenden Tag ohne längere Pausen?
    • Ist die Lernumgebung des Kindes chaotisch?
    • Wechselt das Kind häufig im Spiel die Rollen, Umstände oder verliert das Interesse?
    • Hat das Kind schlecht oder gar nicht geschlafen?
    • Hat das Kind mehr Power als es die Möglichkeit hat, diese „rauszulassen“?
    • Sind die Eltern selbst häufig von mehreren Aufgaben gleichzeitig gefordert?
    • Wirkt das Kind auch in Phasen totaler Ruhe rastlos, gereizt oder getrieben?

     

    Wie kann man helfen?

    • 01Sorgen Sie für eine ruhige und stabile Lernatmosphäre.
    • 02Schaffen Sie medienarme Zeiten im Alltag Ihres Kindes.
    • 03Gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran und erklären Sie, warum Sie Aufgaben nacheinander lösen oder das Smartphone dazu beiseitelegen.
    • 04Achten Sie auf ausreichend Bewegung und Pausen für sich und Ihr Kind.
    • 05Eine ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Flüssigkeit unterstützen die Konzentrationsfähigkeit des Kindes.
    • 06Probieren Sie Entspannungstechniken vor Phasen aus, in denen sich Ihr Kind konzentrieren möchte.
    • 07Wenn Sie jedoch das Gefühl haben, dass es körperliche oder neurologische Ursachen gibt, hilft der Kinderarzt oder bei Teens der Allgemeinmediziner.

     
    Morgen dann mehr… z.Bsp. Übungen gegen das Ablenken und Entspannungstechniken.


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