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Suzanne Collins: „Als Papa im Dschungel war“

Aus der Perspektive der sechsjährigen Suzy wird berichtet, wie es für sie ist, als ihr Vater plötzlich in den Krieg muss. Das Buch berichtet von den Fragen des Mädchens, die überhaupt nicht weiß, was ein Krieg ist und von den Vorstellungen, die sich Suzy über den Dschungel macht, in dem der Krieg stattfinden soll. Anfangs stellt Suzy sich noch eine abenteuerliche Situation vor, bis sie eines Tages im Fernsehen einen Bericht über Kämpfe und auch getötete Soldaten sieht. Als sich auch noch die liebevollen Karten des Vaters an seine Tochter verändern und längere Zeit ausbleiben, bekommt Suzy immer mehr Angst. In dieser Familie kommt der Vater irgendwann wieder zurück. Äußerlich ist er unverletzt, aber selbst die junge Tochter bemerkt Anzeichen dafür, dass er Schlimmes erlebt hat.

In der Familie des Mädchens wird in der Zeit der Abwesenheit des Vaters nicht darüber gesprochen, was mit ihm ist, als er „in den Krieg“ muss. Wenngleich es eine fast übermenschliche Aufgabe ist, einem Kind etwas darüber zu sagen, wird durch die Darstellung der Sicht des Kindes doch deutlich, dass es mit seinen Fragen, seinen ängstlichen und traurigen Gefühlen und der zunehmenden Verunsicherung sehr allein gelassen war.

Das Buch macht klar: Kinder brauchen auch in Bezug auf diesen gewaltvollen Zusammenhang Austausch und Wissen, Trost und Halt von den Erwachsenen.

Es ist der Verdienst des Buches, Gesprächsanlass für das Thema Krieg zu sein, mit dem auch Kinder in Berührung kommen. Vater und Tochter finden am Ende einen Weg, miteinander zu sprechen und ihren Faden miteinander wiederaufzunehmen.



Als Papa im Dschungel war


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