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Stillen stört

Stillen stört

Stillen gehört zu den natürlichsten Dingen der Welt und jeder weiß, wie groß das Bedürfnis nach Nahrung sein kann. Dass sich viele junge Mütter in der Öffentlichkeit unwohl fühlen, dass geeignete Orte rar sind und dass es leider immer noch nicht selbstverständlich ist, zeigen die neuesten Vorkommnisse aus Hamburg und der Deutschen Bahn.

In Hamburg unterbrach ein Busfahrer seine Fahrt und forderte die stillende Mutter per Mikrofon dazu auf, entweder das Fahrzeug zu verlassen, oder mit dem Füttern ihres Kindes aufzuhören. Zudem blieb er so lange stehen, bis sie der Anweisung nachgegangen war.

Eine ähnliche Situation auf der Strecke Frankfurt – Hannover, die man leider aufgrund der begrenzten Plätze im Familienabteil der Bahn eben mit Säugling auch in anderen Abteilungen verbringen muss, kann und darf.
Die junge Mutter, die sich im fast leeren Restaurant aufhielt, wurde darauf hingewiesen, dass sie ihr Baby nicht im Bordrestaurant stillen dürfe, da man es hier schließlich mit Lebensmitteln zu tun habe. Die 38-Jährige Mutter hatte zuvor einen anderen Stillen Ort im Zug gesucht und konnte leider nichts entsprechendes finden.

Egbert Meyer-Lovis, der Sprecher der Deutschen Bahn, kommentierte diesen Zwischenfall und stellte klar, dass Stillen in Zügen der Deutschen Bahn grundsätzlich erlaubt ist. In diesem Fall hätten sich allerdings andere Gäste im Bordbistro beschwert, die sich gestört gefühlt hätten und Stillen im Restaurant nicht angebracht fänden…

Ist das so? Ist Stillen im öffentlichen Raum wirklich störend und belästigend? Und wenn das andere so empfinden, was soll man als Mutter mit einem hungrigen, schreienden Kleinkind tun? Was ist die Alternative? Gibt es überhaupt eine?

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