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Spezial Liebeskummer 1 oder Liebe ist wie eine Droge

Es ist eines der schrecklichsten Gefühle. Man fühlt sich einfach nur leer, einsam, schlecht behandelt. Die Welt ist ungerecht und alles, was vorher eine leicht rosarote Färbung einnahm, ist jetzt nur noch trist und dunkelschwarz. Ein ganzer Tag voll schrecklicher Stunden, in denen man vor Sehnsucht zerfließen möchte. Nichts kann ablenken. Nichts aufmuntern. Einfach fies. Gemein. Hinterhältig. Zumeist unerwartet. Und da ist es egal ob man 14 oder 44 Jahre ist. Das Herzeleid kann Eltern und Kinder erwischen – nur, dass die einen schon mehr Erfahrung und einige Irrungen mehr im Gepäck haben.

Broken-Heart-Syndrom – Liebeskummer kann wirklich tödlich enden

Nach japanischen Forschern kann Liebeskummer sogar tödlich sein. Das Broken-Heart-Syndrom, eine Herzmuskel-Funktionsstörung, die einem Herzinfarkt ähnelt, wird durch besonders hohen emotionalen Stress ausgelöst und tritt gleichermaßen bei Frauen und Männern auf. Atemnot und Schmerzen in der Brust sind erste Anzeichen dafür.
Ok, das ist extrem, aber was passiert wirklich im und mit uns?

Wissenschaftler sagen, dass der Liebeskummer uns nicht nur die körpereigenen Wohlfühlstoffe entzieht, er führt auch zu physischen Reaktionen, die den Herzschmerz verursachen. Wir haben Stress, enormen Stress. Die Medizin erklärt alles weitere so: damit der Körper den Stress überstehen kann, braucht er viel Energie. Diese erhält er für kurze Zeit durch das Aufputschhormon Adrenalin, das auf Dauer von Cortisol abgelöst wird.

Cortisol ist zwar schwächer, hat dafür aber mehr Ausdauer als Adrenalin und löst in unserem Körper ungeahnte Kräfte aus. Werden diese Kräfte nicht ausreichend abgebaut, was bei Liebeskummer oft der Fall ist, werden wir kraftlos. Halten die Stressphasen lange an, was in den ersten Wochen der Trennung üblich ist, so kommt es zu körperlichen Beschwerden und das kann dann durchaus Atemnot, Kopfschmerzen oder auch Schmerzen in der Brust sein. Das, was allen Herzschmerzmenschen gemein ist: sie weinen. Egal ob Mann oder Frau, Junge oder Mädchen Tränen gehören dazu. Die neue Situation überfordert,löst Stress aus und blockiert Geist und Körper. Die Tränen, die man weint, sind eine unmittelbare Reaktion des Körpers auf zu viel Stress. Das Weinen hilft sozusagen den aufgestauten Stress abzubauen…

Verlassen worden zu sein fühlt sich anders an als Verlassen

Denn: Während derjenige, der verlässt, viel Zeit im Vorfeld hatte, sich die Sache genau zu überlegen und seine nächsten Schritte zu planen, muss der andere von einer Minute zur nächsten damit zurecht kommen. Es ist fast immer der sprichwörtliche Holzhammer, der das Leben schlagartig verändert. Schockstarre. Man seht irgendwie neben sich und ist nur noch bedingt Tages, Arbeits, oder Lernfähig…

Und dann? Die Reaktionen von Frauen/Mädchen und Männern/Jungen sind sehr unterschiedlich und die Geschlechter wählen hier zumeist sehr verschiedene Strategien.

Frauen wollen mit der Trennung erst einmal klar kommen, sie verkraften und verarbeiten. Deshalb zeihen sie sich meistens zurück, brauchen Ruhe, ein geschütztes Nest, um dann irgendwann mit möglichst wenig emotionalen Altlasten wieder den Markt zu „sondieren“. Für sie steht erst einmal eine Trauer- und Erholungsphase an – egal ob sie verlassen haben oder verlassen worden sind.
Männer verhalten sich anders. Sind sie der aktive part, lenken sie sich entweder ab – mit Sport, Arbeit, Party… oder sie stürzen sich sofort auf die nächste Frau/Freundin. So haben sie nie das Gefühl allein zu sein und auch der Redebedarf ist da nicht besonders ausgeprägt.

Ganz anders sieht es jedoch bei Männern aus, die passiv waren – die also verlassen wurden.

Sie stehen unter Schock und können die Situation kaum begreifen, geschweige mit ihr umgehen. Sie leiden. Experten gehen davon aus, dass Männer ihr Leben schwieriger allein meistern können und deshalb mehr Probleme haben – zudem beschäftigt sie der Vorwurf des persönlichen Versagens weit mehr als Frauen.


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