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Schule

Schulfrust

Ferien sind eindeutig das beste an der Schulzeit. Aber leider sind auch die irgendwann vorbei und das Kind muss sich früh wieder auf den Weg machen. Wenn es aber nicht nur ein leichtes stöhnen, schnaufen und meckern gibt, sondern richtig Frust – dann braucht es ein paar Motivationsstrategien und Ideen, um aus dem Tief wieder heraus zu kommen. Aber wann gibt es ein ernstzunehmendes Tief? Die folgenden Fragen sollen helfen:

  • Ihr Kind ist schwerer aus dem Bett zu kriegen als sonst?
  • Zu den Hausaufgaben und zum Lernen müssen Sie es fast „zwingen“?
  • Lustlos wird nur das Nötigste für die Schule erledigt?
  • Ihr Kind arbeitet unkonzentriert und unsorgfältig?
  • Um nichts für die Schule tun zu müssen, präsentiert es die kreativsten Ausreden?
  • Das Thema Schule wird abgeschmettert oder totgeschwiegen?
  • Jedes Thema rund um die Hausaufgaben führt im Familienalltag zu Streit.
  • Die Noten sacken ab?

 

Auf jeden Fall sollte man sich in Ruhe hinsetzen, um miteinander zu reden. Vielleicht ist „nur“ ein Mitschüler doof oder eine Lehrerin besonders streng, vielleicht gibt es ein Horrorfach oder schlichtweg Prüfungsangst. Folgende Faktoren sind erfahrungsgemäß immer mitverantwortlich:

  • Nicht jedes Kind lernt im gleichen Tempo. Daran ändert auch der beste Lehrer bzw. die beste Lehrerin nichts. Entspricht das allgemeine Lerntempo in einem Fach also nicht dem Ihres Kindes, kann es den Anschluss verlieren.
  • Auf die individuellen Bedürfnissen der verschiedenen Lerntypen kann im Unterricht nicht immer eingegangen werden. Vielleicht kann Ihr Kind mit den angebotenen Materialien nicht optimal lernen und benötigt daher für das Aneignen des Stoffes länger.
  • Je größer die Wissenslücken, umso größer die Gefahr, dass Ihr Kind aufgibt. Fehlende Erfolgserlebnisse können eine „Das bringt alles eh nichts“-Haltung nach sich ziehen.

 

Problematisch im Umgang mit Schulfrust ist, dass ab einem bestimmten Punkt die Beseitigung der eigentlichen Ursache nicht mehr genügt. Denn schnell findet sich das Kind in einer Spirale wieder:

Anfängliche Unlust führt dazu, dass man im Unterricht nicht alles mitbekommt, Verpasstes kann nicht einfach nachgeholt werden – die Wissenslücken werden größer – die Erfolgserlebnisse des Kindes immer weniger – mehr schlechte Noten, mehr Unsicherheit in der Schule – noch mehr Frust.

Der 4-Punkte-Plan sieht kleine Veränderungen im Alltag vor, die langfristig die Lust wieder bringen sollen d.h.

Punkt 1: Entspannte Lernumgebung und feste Zeiten für mehr Konzentration

Der Schreibtisch ist unaufgeräumt. Ständig kommen die Geschwister herein. Und dann kommt noch der Termindruck hinzu – da bleibt die Konzentration auf der Strecke. Schaffen Sie die optimale Lernumgebung und einen festen Zeitplan. Hat Ihr Kind Ruhe und Zeit, alle Aufgaben zu erledigen, nimmt die Antihaltung nach und nach ab.

Punkt 2: Kleine, regelmäßige Lerneinheiten

Stundenlanges Pauken, um Wissenslücken zu schließen, dämpft die Lernfreude und das Ziel rückt in unerreichbare Ferne. Am effektivsten ist es, kleine Lerneinheiten regelmäßig in den Alltag zu integrieren.

Punkt 3: Die richtigen Lernmethoden für Abwechslung mit Struktur

Damit das Lernen spannend bleibt, ist Abwechslung in den Lernmethoden gefragt: Spielen Sie mit Ihrem Kind Vokabelspiele oder verbinden Sie das Auswendiglernen eines Gedichts mit einem Spaziergang, um die klassischen Lerneinheiten aufzulockern. Ihr Kind wird bald merken, dass Lernen viel mehr ist, als nur stundenlanges Herumsitzen vor Büchern. Dabei ist wichtig, dass gewisse Strukturen gelegt werden, so dass das Lernen zum Ritual wird.

Punkt 4: Mehr Erfolgserlebnisse für mehr Motivation

Erfolg macht süchtig, das heißt, ist man erstmal wieder auf der richtigen Spur, nimmt diese schnell von selbst Fahrt auf. Wie das geht? Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind täglich kleine Erfolge feiert. Das müssen nicht immer gute Noten, sondern kann z. B. auch das fehlerfreie Lösen einer Übung sein.

d.h. das Kind braucht täglich kleine Erfolgserlebnisse, es braucht Bestätigung. Nur wenn es im Kleinen gelobt wird, kann es auch wieder die Schule als große Herausforderung bestehen.


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