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Schüchtern. Wie Eltern ihren Kindern mehr Selbstbewusstsein vermitteln können.

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Unter Schüchternheit versteht man die Ängstlichkeit eines Menschen beim Anknüpfen zwischenmenschlicher Beziehungen. Im Gegensatz zu Scham, Verlegenheit oder Lampenfieber bezeichnet Schüchternheit die allgemeine Neigung eines Menschen, auf die Begegnung mit nicht vertrauten Menschen mit Verunsicherung oder Furcht zu reagieren. Schüchternheit ist, soweit sie kein Leiden erzeugt, ein Ausdruck des Temperaments eines Menschen – so Wikipedia. Aber in der Tat sind sehr zurückhaltende Kinder oft unglücklich und einsam, sie sind meist für sich allein, weil sie sich nicht trauen, auf die anderen zuzugehen oder einfach so Kontakte zu knüpfen.

Experten sind sich deshalb einig, Eltern sollten ihre Kinder so gut es geht unterstützen – denn: anders als bei Erwachsenen ist es keine bewusste Entscheidung, allein zu sein. Kinder wollen miteinander spielen und gemeinsam die Welt entdecken – sie müssen sich nur trauen. Mit den folgenden Regeln ist es möglich, auch die Schüchternen zu fördern und zu unterstützen:

1. Das Kind darf immer ausreden

Viele Eltern wollen helfen. Sie wissen, was das Kind sagen will, und beenden dann seine Sätze. Doch dieses Verhalten bewirkt das ganze Gegenteil. Das Kind lernt, dass sein Gesagtes nicht wichtig genug ist als dass man es zu Ende anhört. Deshalb unbedingt vermeiden!

2. Lass das Kind ganz allein zu Ende erzählen

Auch wenn es etwas ausufernd ist und die Geschichten ein wenig Zeit in Anspruch nehmen… Wichtig ist auch hier, zuhören und zu Ende erzählen lassen. Denn nur so erfährt man die Gedanken des Kindes. Wenn man hier unterbricht besteht die Gefahr, dass das Kind irgendwann alles für sich behält und nichts mehr erzählt. Alle Fragen und Meinungen können hinterher Platz und Raum finden…

3. Mit Kritik zurückhaltend sein

Wenn das Kind weiß, dass es ständig kritisiert wird, hört es auch auf zu Reden – denn: wenn alles falsch ist, was man sagt, sagt man irgendwann nichts mehr…

4. Zuhören

Kinder möchten sich ihren Eltern und Freunden mitteilen. Sie öffnen sich und erzählen (auch in der Pubertät), wenn sie Vertrauen haben und wissen, dass die Eltern ein sicherer Hafen sind, Menschen, die sie begleiten…

5. Loben

Das Kind loben, ihm Achtung und Anerkennung entgegenbringen; das hilft. Denn natürlich gefällt es dem Kind, gelobt zu werden – es möchte gern mehr davon und schon ist es motiviert, das Verhalten beizubehalten. Mit viel Lob stärkt man das Kind, was sich natürlich positiv auf das Selbstbewusstsein auswirkt.

6. Sich selbst betrachten und als Spiegel sehen

Wenn die Eltern selbst zurückhaltend sind, wird das Kind kaum ein extrovertierter Frontmann werden. Deshalb ist es immer gut, ehrlich sich selbst zu spiegeln. Also: Wie schüchtern ist man auf einer Skala von 1 bis 10 (10 = selbstbewusst; 0 = extrem schüchtern)? Lebst du deinem Kind Schüchternheit vor?


www.drsuzannegelb.com

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