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Schreialarm! Eltern sollten nicht schreien – aber manchmal kommt es einfach über einen

Die Situation eskaliert und obwohl man es gar nicht will, wird die Stimme lauter und immer lauter. Sind wir nicht alle ein bisschen Pinguin? Wenn man erst einmal mitten drin ist, wird es schwer die Reißleine zu ziehen und nachzudenken. Deshalb hier im Vorfeld ein paar Ansätze, damit es nicht laut und ungemütlich werden muss, wenn Eltern und Kinderwünsche aufeinander prallen. Manchmal sind die Bedürfnisse einfach zu unterschiedlich, um sie unter einen Hut zu bringen. Der Ärger – oder nennen wir es besser Konflikt, ist da! Und Konflikte sind eigentlich wertvoll, lehrreich und sinnvoll, denn mit ihnen wachsen wir. Schreien hilft da wenig und zumindest die Eltern können sich vorher dazu schon Gedanken machen.

Alternativen? Ja, gerne…

  • AAuch wenn es alber anmutet, singen soll helfen. Man entlädt sich sozusagen im Gesang und verblüfft damit wahrscheinlich auch das Kind, dass anderes erwarten würde. Fast jeder hat einen „Wut-Song“ im Reportoire, den man aus voller Kehle trällern kann. Das ist möglicherweise beim Einkauf etwas unpassend, aber eine gute Option im Auto oder zu Hause.
  • BWenn die Lautstärke es zulässt, kann man nachfragen und reden. Denn: Äußerungen wie „Ich mag nicht, wenn du (als Beispiel) auf dem Boden im Supermarkt liegst“ verstehen auch schon kleine Kinder. Natürlich darf man ausdrücken, dass man etwas unmöglich findet und so nicht toleriert. Gern in Kombination mit der Nachfrage beim Kind wie „Was ist denn los? Was ist denn gerade so ärgerlich oder schlimm für Dich?“
  • CAtmen nicht vergessen. Lieber Atmen als schreien und mit etwas Abstand die Sache betrachten. So kann man zumindest etwas ruhiger werden.
  • DEigentlich wollen wir ja erst einmal nur, dass das Kind wieder in einen Zustand der Ansprache versetzt wird. Gut helfen soll gemeinsames Zählen, denn Kinder wissen mit ihrer Wut oder Verzweiflung selten wohin. Eltern können helfen und ihnen erst einmal das Zählen anbieten, damit danach ein Gespräch wieder möglich ist.
  • EMachmal müssen wir die Situation aber auch einfach auf den Prüfstand stellen. 1. Was könnte dem Kind jetzt so wichtig sein? Warum reagiert es so? Und 2. wie wichtig ist es mir persönlich zum Beipiel wie wichtig ist es mir, dass sich das Kind nicht auf den Boden im Supermarkt wirft? Es ist mir sehr wichtig, also kann man auch im Vorfeld darüber reden – sozusagen in einer ruhigen Minute ohne Eskalationsstufen….

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