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Qualitätsgesetz für Kitas: jetzt möglich

Qualitaetsgesetz für Kitas möglich

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hatte eine Expertise in Absprache mit dem Deutschen Caritasverband (DCV) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Auftrag gegeben. Fazit von Rechtsgutachter von Prof. Joachim Wieland, das jetzt im Januar in Berlin vorgestellt wurde: Der Bund verfüge dafür über die notwendige Gesetzgebungskompetenz, die Länder seien für die Umsetzung zuständig.

Das heißt, „rechtlich ist damit der Weg frei für ein Bundesqualitätsgesetz.“ Jetzt ist der politische Wille von Bund, Ländern und Kommunen erforderlich, um die Qualität in den Kindertageseinrichtungen in den Vordergrund zu rücken“, unterstreicht der Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, Georg Cremer.

Aber was heißt das genau? Bis dato konnte man als Eltern einen Glücksgriff landen oder den sprichwörtlichen „Griff ins Klo“. Nicht zuletzt sind zwar alle froh, die Kinder untergebracht zu haben, aber die Unterschiede sind riesig. Egal ob es um die Vielzahl der Beschäftigungen oder um die reine Aufbewahrung geht, egal ob es um die Qualität des Personals geht oder um die Themen Integration, Vielsprachigkeit etc….

Mit dem neuen Gutachten ist klar bewiesen, dass man kann Qualitätsrichtlinien verbindlich festlegen kann, wenn ein entsprechendes politisches Bemühen vorhanden ist.

GEW-Vorsitzende Marlis Tepe betont, dass Kinder pädagogische Fachkräfte brauchen, die durch bessere Rahmenbedingungen entlastet werden, um die gesellschaftlichen Anforderungen erfüllen zu können: „Dazu gehören eine bessere Fachkraft-Kind Relation, ausreichende Vor- und Nachbereitungszeit für pädagogische Fachkräfte, hinreichende Freistellung von Kita-Leitungen sowie Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Für die finanzielle Absicherung dieser Qualitätsstandards müssen Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen.“

Wolfgang Stadler, Vorstandsvorsitzender der AWO, sagt: „Vor dem Hintergrund einer Vielzahl von Kindern mit Fluchterfahrung ist die qualitative Verbesserung der Rahmenbedingungen jetzt unerlässlich. Denn frühkindliche Betreuungsangebote können den Grundstein für eine erfolgreiche Integration legen. Diese Chance gilt es zu nutzen.“

Nun denn. Hoffen wir für alle Kinder von 1-6, dass das Beste aus diesen Chancen gemacht wird und dass sich die Idee für eine gute und verbindliche Arbeit in Kitas nicht verläuft.

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