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„… an den Problemen der jungen Eltern vorbei“

"... an den Problemen der jungen Eltern vorbei“

Eine schweizweite Elternzeit im Laufe der nächsten Legislatur ist der große Wunsch von vier jungen Nationalräten in der Schweiz. Sie sind selbst Eltern und sprechen aus eigener Erfahrung: „Das Parlament politisiert in der Familienpolitik an den Problemen der jungen Eltern vorbei“. Mit der Plattform mit dem Namen „Initiative junge Eltern für eine moderne Familienpolitik: Elternzeit jetzt“ der Sozialdemokraten und Grünen, steht das Ziel, einen Vaterschaftsurlaub unmittelbar nach der Geburt zu gewährleisten und eine flexibel anwendbare, aufteilbare Elternzeit für Mutter und Vater im Laufe der ersten Lebensjahre ihrer Kids zu verwirklichen.

Die ersten Lebensmonate der Knirpse sind für die Beziehung beider Elternteile zum Kind von großer Bedeutung. Eine gleichberechtigte Elternzeit schafft ein partnerschaftliches Familienmodell und die mageren ein oder zwei Tage Urlaub für den Vater nach der Geburt des Nachwuchses ab. Wer sich es heute leisten kann, für den ist es kein Problem: Unbezahlter Urlaub ist für diejenigen nicht schlimm und auch große Konzerne könnten ihren Angestellten großzügige Regelungen anbieten, kleinen Unternehmen wiederum nicht. Doch hat die Wirtschaft an dieser Debatte keine große Freude. Der Arbeitgeberverband stellt sich gegen einen staatlich finanzierten Vaterschafts- oder Elternurlaub. Jede Firma solle doch selbst entscheiden wie sie den Vätern entgegenkommen kann.

Herr Candinas vom CVP-Nationalrat wünscht einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub der über die Erwerbszusatzordnung finanziert wird. Den vier Parlamentariern reicht dies aber nicht. Sie haben ein klares Vorbild: Schweden. Dort haben Eltern Anspruch auf sage und schreibe 480 Tage Elternzeit und dazu den größten Teil davon zu 80 Prozent ihres Lohnes.

Na, wenn das mal kein Vorbild ist…


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