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Ost- und Westfrauen sind unterschiedlich – das Familienministerium hats untersucht

Ost- und Westfrauen sind unterschiedlich – das Familienministerium hats untersucht

1989: Aus zwei Ländern wurden Eins. Aber noch immer gibt es erhebliche Unterschiede – auch wenn es um das Thema Kinder geht. Das Familienministerium veröffentlichte vor kurzem eine Broschur mit dem Titel: „Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in Ost- und Westdeutschland„, wo es eben darum geht.

Frauen im Osten, wenn wir es mal so nennen wollen, bekommen ihr Kind zeitiger als in Westdeutschland, d. h. im Durchschnitt mehr als ein Jahr zeitiger. 29,5 Jahre stehen 28,1 Jahren gegenüber. Zudem bekommen Frauen in Ostdeutschland etwas mehr Kinder. So kommen auf 1,56 Kinder im Osten insgesamt 1,49 Kinder im Westen. Darüber hinaus hält man offensichtlich im Westen eher an den traditionellen Vorstellungen von Ehe und Kindern fest. 60% der Kinder werden hier in der Ehe geboren. In Ostdeutland erblicken 60% der Kinder das Licht der Welt obwohl ihre Eltern ohne Trauschein zusammen sind.

Mütter im Osten haben aber nicht nur eher und mehr Kinder, sie arbeiten auch mehr. 40 Prozent von ihnen arbeiten in einem Vollzeit-Job, während im Westen gerade einmal 17 Prozent aller Mütter Vollzeit arbeiten. Die logische Konsequenz: mehr Kinder in Ostdeutschland besuchen eine Krippe oder einen Kindergarten und sind auf Betreuung angewiesen. Im Gegensatz dazu wird im Westen nicht einmal jedes dritte Kind jenseits der Familie betreut.

Umso wichtiger also, dass die Betreuungsangebote vorhanden sind und die Strukturen dafür geschaffen werden. Hoffentlich sieht das das Familienministerium genauso, denn allein mit hübschen Erhebungen ist den Familien, die händeringend einen Platz suchen, nicht geholfen…

Quellen: Broschüre „Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in Ost- und Westdeutschland“ des Bundesfamilienministeriums, YouGov, Statistisches Bundesamt


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