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Optimales Lernen – Neues aus der Hirnforschung

Optimales Lernen – Neues aus der Hirnforschung

Tagtäglich gibt es für unser Gehirn viel zu tun – manchmal zu viel. Erst seit einigen Jahren ist bekannt, wie genau das funktioniert. Nun arbeiten Wissenschaftler wie der Neurobiologe Tobias Bonhoeffer daran herauszufinden, wie eine optimale Förderung des Lernens erfolgen kann. Und gleich zu Beginn die Feststellung, am alten Spruch: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ ist viel Wahres.

Denn: Tatsächlich lernt man als älterer Mensch viel schwerer als Kind oder Jugendlicher. Aber dafür gilt, erworbenes Wissen geht nicht einfach verloren. Auch wenn man schon lange Zeit die Fähigkeit nicht benutzt hat, so ist sie dennoch im Gehirn als eine Art Muster gespeichert – egal ob es um eine Sprache, Flugzeug fliegen oder Klavier spielen geht. Die brachliegenden Fähigkeiten können auch nach längerer Pause im Alter reaktiviert werden, sagt der Neurobiologe Tobias Bonhoeffer.

Damit ist man aber schnell wieder bei den vielen Sprach-, Sport- und Musikkursen, die den Kids eher Freizeitstress als Spaß bringen. Dennoch sollte nach Meinung des Neurobiologen für Eltern gelten, „dass die jüngeren Menschen, die Kinder mit möglichst vielen Reizen konfrontiert werden. Natürlich kann man das auch übertreiben. Aber es erleichtert das spätere Lernen – denn alles was wir früher mal angefangen haben zu lernen, kann später leichter wieder gelernt werden.“

Jetzt sollen die genauen Erkenntnisse auch für neue Ansätze im Bildungssystem sorgen, das heißt, wie der Prozess des Lernens abläuft. Ziel ist beispielsweise zu definieren, wie Lernstoff besonders leicht vermittelt werden kann.

Übrigens: Bisher war die Wissenschaft der Meinung, dass eine einzelne Nervenzelle im Gehirn eher als dumm angesehen werden kann. Erst zusammen bilden sie ein hoch komplexes, intelligentes Netzwerk, dass leistungsfähig ist. Diese Ansicht hat jetzt ein Team von kalifornischen Wissenschaftlern widerlegt. Sie kommen im „Science“-Magazin zu dem Schluss: Jede Nervenzelle agiert wie ein Individuum. Von Dummheit also keine Spur.


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