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Neuregelung beim Bundestag: Mutterschutz nach Fehlgeburt

Es ist ein Drama und nur mehr als verständlich, wenn man danach in ein großes schwarzes Loch fällt und der Schmerz so tief sitzt, dass man nicht einfach wie nach einem Schnupfen weitermachen kann. Bisher gab es nach einer Fehlgeburt für die Mutter keine Schutzfrist und damit auch keinen Kündigungsschutz. Aber das soll sich ändern.

Verliert eine Schwangere ab der 12. Schwangerschaftswoche ihr Baby, erhält sie danach trotzdem Mutterschutz und zwar für die Dauer von vier Monaten. Damit ist sie in dieser Zeit auch vor einer Kündigung ihres Arbeitsvertrags geschützt. Dabei spielt es keine Rolle, wie schwer das Baby war! Bisher konnten Frauen nur dann nach einer Todgeburt Mutterschutz erhalten, wenn das Baby mindestens 500 Gramm wog – was für ein Unsinn. Der Schmerz verändert sich ja nicht zum Gewicht des verlorenen kleinen Menschenkindes.

Diese längst überfällige Neuregelung wurde jetzt vom Bundestag beschlossen und soll bis spätestens Anfang 2018 in Kraft treten.

Das Mutterschutzgesetz wurde am 29. Mai im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

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