Home  »  News   »   Schule   »   Neue Prognosen zum Lehrermangel. Ist er bald überstanden?

Schule

Neue Prognosen zum Lehrermangel. Ist er bald überstanden?

Die neueste KMK-Prognose zeigt: ab 2024 können wir sogar mit einem Überschuss an Grundschullehrern rechnen. Doch was ist wirklich an dieser Prognose dran?
 
Das an sämtlichen deutschen Schulen Lehrermangel herrscht und dies nicht erst seit diesen Jahr ist kein Geheimnis. Umso besser, dass die Rechnungen der Kultusminister im Bereich der Grundschulen sogar von einem Überangebot an Lehrkräften rechnet. Die allgemeine Verteilung der Lehrer in den einzelnen Ländern und Schulformen solle jedoch recht wechselhaft ausfallen. Die Prognose mit dem Namen „Lehrereinstellungsbedarf und -angebot in der Bundesrepublik Deutschland 2019 – 2030“ listet hierfür die Anzahl an Lehrkräften pro Jahr, Bundesland und Schultyp auf, die sowohl gebraucht werden, als auch die bereits vorhandenen.
 

Mangel und Überschuss in den Grundschulen

Bundesweit könne man sicher mit einem Mangel im Bereich der Berufsschulen und der Sekundarstufe 1 rechnen, im Gegensatz dazu allerdings auch mit einem Überschuss an Gymnasiallehrern. An den Grundschulen sehe das schon etwas anders aus. So würde der momentane Lehrermangel sich laut Studie noch bis 2023 ziehen und eine Lücke von rund 12.400 fehlenden Lehrern zeigen. Ab 2024 solle sich dies jedoch ändern und sich sogar zu einem Überangebot führen.
 

Quereinsteiger helfen beim Lücken füllen

Besonders im Grundschulbereich könnte man Mitte der 20er mit jährlich um die 8.000 jungen Absolventen einer Ausbildung zum Grundschullehrer rechnen. Dies seien 2.000 mehr als heute. Davon seien jedoch nicht wenige Quereinsteiger. Doch egal wie man zu diesem Thema steht, die Einstellungschancen für Lehrer stünden, mit Ausnahme von Gymnasial-Stellen, bis 2030 sehr gut.
 
Einen wirklichen Überblick über das tatsächliche Ausmaß des Lehrermangels könne jedoch nicht gewonnen werden, da der Staat immer gerne Lücken durch die Reaktivierung von Pensionären oder eben Quereinsteiger füllt.
 
Doch auch die Maßnahmen, die die Politik den Schulen auferlegt lässt den Bedarf steigen. „Der Lehrkräftebedarf wird aus dem heutigen Status Quo hochgerechnet. Dabei wissen wir doch jetzt schon, dass bis 2025 der Rechtsanspruch auf Ganztagsbildung und -betreuung umgesetzt werden soll. Hinzu kommen die Inklusion, Integration und das Lernen und Lehren unter Nutzung digitaler Endgeräte. Der Lehrkräftebedarf muss endlich entsprechend dieser erhöhten Bedarfe berechnet werden”, fordert VBE-Chef Udo Beckmann.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.