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Neu: Menschen über 40 sollen nur noch 3-4 Tage die Woche arbeiten

Das empfehlen Forscher der Universität Melbourne. Denn: die kognitiven Fähigkeiten von Menschen über 40 Jahre nehmen erheblich ab, wenn sie in Vollzeit arbeiten. Dafür wurden vor allem die Themen Erinnerung, Lernen und Aufmerksamkeit an über 6.000 Männern und Frauen getestet.

Das verblüffende Ergebnis: die 40 Stunden arbeitenden Teilnehmer schnitten mit Abstand am schlechtesten ab (vielleicht waren sie aber von der vielen Arbeit und der Müdigkeit auch ein wenig abelenkt?) Ganz anders, die in Teilzeit arbeitenden Probanden, die übrigens besser abschnitten als die nicht arbeitenden Frauen und Männer. Ein Arbeitspensum von bis zu 30 Stunden die Woche sei demnach sogar förderlich für die geistige Fitness, sagen die australischen Forscher. Und damit stehen die Australier nicht alleine da.

Lange Arbeitszeiten wirken sich negativ auf die Konzentrationsfähigkeit und damit auch auf Kreativität und Produktivität aus, was den Schrei nach einer kürzeren Arbeitswoche laut werden lässt – beispielsweise vom britischen Wissenschaftler David Spencer, der die Vier-Tage-Woche favorisiert. Das sei nicht nur möglich, sondern auch „die Basis für einen besseren Lebensstandard“, schrieb Spencer in der britischen Zeitung „Daily Mail“.

Auch die Schweden sind, anders als die Deutschen, flexibler geworden. Dort führte bereits vor einigen Jahren das Toyota-Werk in Göteborg den Sechs-Stunden-Tag ein – bei gleichbleibender Bezahlung. Und… die Mitarbeiter waren wesentlich zufriedener, ausgeglichener, produktiver und wurden seltener krank.

Ergo: In Deutschland sind die Arbeitszeitlisten lang und die Arztpraxen voll. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, dies zu ändern – zum Wohle der Produktion und vor allem zum Wohle der Menschen.


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