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Nachwuchs kündigt sich an, doch was sagt der Chef?

Manchmal ist eine Schwangerschaft wie ein Glücksspiel, man weiß nie wie sich alles entwickelt. Deshalb auf alle Fälle die ersten 12 Wochen abwarten und auch dann erst den einen oder die eine Chefin informieren und noch nicht den gesamten Kollegenkreis. Wichtig für das Gespräch, dass man dennoch um seine Stärken weiß und weiter ein verlässliches Teammitglied ist. Leider werden Unsicherheit und zu viele Emotionen oft als Schwäche ausgelegt und der Chef, der sich um Ersatz kümmern muss und die Mehrarbeit für ihn sieht, muss ein starkes Gegenüber erleben (gar nicht so einfach, wenn man schlapp und müde ist). Ein 2. Gespräch ist dann ca. 3-4 Monate vor dem Arbeitsende anzuraten (initiiert vom Arbeitgeber). Hier wäre dann zu klären, wie man sich die Babypause und den Wiedereinstieg vorstellt. (Achtung, gemeine Arbeitgeber können sich manchmal an diese Gespräche nicht mehr erinnern. Deshalb unbedingt schriftlich festhalten und im Nachgang ein kurzes Protokoll erstellen.)

Auch wenn man in der Schwangerschaft und gerade mit dem ersten Kind keine Ahnung hat, sollte man dennoch den Eindruck erwecken, dass der Plan steht. Professionalität macht Eindruck.
 

Übrigens:

Professionalität hilft auch bei dem Wunsch nach Teilzeit. Oft hat man als Mutter und Arbeitnehmer das Gefühl, darum zu bitten, ist passiv, abwartend, zurückhaltend. Oft wird dies jedoch ausgenutzt und dem Wunsch nicht entsprochen. Besser wäre offensiv in das Gespräch zu starten. Zu klären, was man alles in der Teilzeit übernehmen kann und wie dies dem Unternehmen hilft. Wie kann die Zusammenarbeit mit den Kollegen geplant werden? Was ist für die Arbeitsaufgaben am effektivsten (vielleicht eher 4 halbe Tage als 2 volle)?
 

Und…

Mütter sollten laut Expertenratschlag u.a. von Isabel Pfeffermann, die als Personalerin bei Walt Disney tätig war, weniger privates erzählen. Kollegen, die wirklich gute Freunde auch über die Arbeitsebene hinaus sind, gibt es eher weniger. Ansonsten gilt der Grundsatz: Job ist Job. Und Mutterschaft ist Mutterschaft. Der Chef und die Kollegen wollen in erster Linie eine verlässliche Arbeitskraft und Mitstreiterin. Da sind die neuen Einkäufe fürs Kind, die Ausstattung des Kinderzimmers oder der lustige kleine Leberfleck am Rücken eher zweitrangig. Ergo: nicht zu persönlich werden. Denn mit zu vielen persönlichen Geschichten wird man angreifbar. Es ist schwierig eine Kollegin, die immer nur vom Kind erzählt, auch wirklich als gleichwertige Mitarbeiterin und nicht nur als Mutter wahrzunehmen….


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