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Gleichberechtigung – Männer und Verhütung

Männer und Verhütung – wie stehts mit der Gleichberechtigung in Form von Pillen und Hormonspritzen?

Wir sind modern und gleichberechtigt. Dennoch ist die hormonelle Verhütung seit den achtziger Jahren fest in Frauenhand. Männer haben bis dato nur drei Chancen:
1: vorher abzubrechen (juhu – das Baby kann trotzdem schon gezeugt sein)
2. Kondom
3. Sterilisation.

Bereits seit 2011 forscht man deshalb an einer hormonellen Alternative, wie kürzlich im „Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism“ veröffentlicht wurde. Denn: ein Hormoncocktail für den Mann ist durchaus erfolgreich. Er kann die Spermienproduktion so deutlich reduzieren, dass eine vorübergehende Unfruchtbarkeit einsetzt. Oder anders formuliert:

Die Schwierigkeit bei der hormonellen Verhütung für Männer besteht darin, zu verhindern, dass täglich Millionen Spermien produziert werden.
Biochemiker Doug S. Colvard aus Virginia (USA)

So stellte man in der Studie fest, dass nach ca. 26 Wochen der Spermiengehalt bei fast allen Probanden auf weniger als eine Million Spermien pro Milliliter Ejakulat gesunken war. Ergo: der Mann ist damit nahezu zeugungsunfähig. Aber was heißt nahezu? Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Samenzelle eine Eizelle befruchtet, liegt bei hier bei 1 zu 500 Millionen…

Die gute Nachricht also: es funktioniert. Die schlechte Nachricht für alle hoffnungsvollen Frauen: Die Hormonspritze für den Mann hatte deutliche Nebenwirkungen wie Akne, Schmerzen an der Einstichstelle, eine gesteigerte oder verminderte Libido, Kopfweh, Muskelschmerzen und Gewichtszunahme. Wesentlich waren wohl die Gemütsschwankungen der Herren. 16,9 Prozent litten unter emotionalen Veränderungen und fast drei Prozent fühlten sich depressiv… weshalb die Studie vorzeitig beendet wurde.

 

Nachtrag

Die weibliche Pille ist seit Jahrzehnten auf dem Markt. Die Nebenwirkungen? Im übrigen den hier beschriebenen sehr ähnlich….


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