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Männer in den Kindergarten!

Männer in den Kindergarten!

Dass Männer eine andere Sicht auf die Welt haben, hat sich herumgesprochen. Dass gerade deshalb Männer in der Erziehung wichtig sind, ist auch nicht neu. Trotzdem sind männliche Kindergärtner eine rare Spezies und befinden sich in der Minderheit. Dabei hat Sachsen da noch Glück. Leipzig und Dresden gehen aktuell mit 10% Männerquote ins Rennen, in Potsdam sind es sogar 12%. (Im Vergleich dazu: in Landau sind es doch wirklich 0,0)

Mittlerweile gibt es sogar eigene Initiativen, die sich mit der Problematik befassen, denn den Kids tut der männliche Blick jenseits von Basteln, Fädeln und Malen sehr gut. So haben einige Pädagogen auch den Ansatz, dass vor allem die fehlende körperliche Betätigung von Jungs zu verstärktem aggressiven Verhalten führt. Kindergärtnerinnen toben weniger, klettern seltener mit den Gruppen über Bäume und Geländer, spielen kaum Fußball und neigen eher zu ruhigeren Beschäftigungen. Jungen wollen aber gefordert sein, sie wollen sich beweisen, im Wettkampf zeigen, was sie können. Das Wetteifern liegt den Kindern im Blut, nicht nur den Jungs. Auch Mädchen rennen, hüpfen und springen gern, um dem inne wohnenden Bewegungsdrang zu entsprechen. Kein Wunder also, wenn sich neuerdings Interessengemeinschaften bilden, die mehr männliches Personal in der Kinderbetreuung fordern.

Ein Beispiel „Männer in Kitas“ aus Berlin. Man wünscht sich, den Anteil von derzeit 3,4 Prozent bundeweit weiter zu steigern. Dazu braucht es nach eigenen Aussagen Beratung, Information und mehr Dialog zwischen Politik, Praxis und Forschung.

Interessant ist, dass sowohl von den weiblichen Kolleginnen Gegenwind kommt als auch von Eltern. Erstere scheinen ihre Stellung und die Auseinandersetzung zu fürchten. Letztere sind sich wohl nicht so sicher, ob eine fachgerechte, gute Betreuung auch von Männern zu leisten ist.

Aber ist es nicht Zeit für die vielzitierte Geichberechtigung?

Wäre es nicht schön, wenn sich die Kids einfach aussuchen könnten, ob ihnen eher nach einer ruhigen Bastelarbeit oder nach einer wilden Blätterschlacht im Park wäre? Ob sie lieber von Frau getröstet werden oder sich vertrauensvoll an den Herren Erzieher wenden?

Mehr Männer in den Kitas heißt, dass sich die Lebens- und Erfahrungsvielfalt von Kindern auch in der Zusammensetzung der Teams widerspiegelt. Nicht zuletzt lernen sie so ganz nebenbei, dass auch Männer für sie da sind, wenn es um Fürsorge, Bildung und Erziehung geht.

Was meint Ihr? Wie sind Eure Erfahrungen? Wären mehr Männer wünschenswert?


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