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Machen Kinder glücklich oder sollte man doch lieber ohne bleiben?

…fragen wir ganz provokativ zu Ostern? Da hat man zumeist die liebsten Kinder und man bastelt, färbt, versteckt, geht spazieren, macht Ausflüge und freut sich gemeinsam. Oft freuen sich vor allem die Erwachsenen, Omis, Tanten, Onkel über die suchenden, hektischen Kids, die suchend von Baum zu Baum huschen. Aber es kann nicht immer Ostern oder Weihnachten sein, dazwischen gibt es viel Alltag mit einer Vielzahl von Stimmungen und noch mehr Verpflichtungen.

Deshalb verzichten viele. Kinder? Nein, danke – obwohl Milliarden in den vergangenen Jahren ins Elterngeld flossen. Doch die Deutschen bekommen trotzdem viel zu wenig Kinder. Das jedenfalls sagt der Report des Statistischen Bundesamts. „Immer mehr Frauen bleiben kinderlos“, heißt es da. Unter den 40- bis 49-jährigen Akademikerinnen verzeichnet man einen deprimierenden Tiefstand. In den alten Bundesländern hat jede dritte bis vierte keinen Nachwuchs.

Warum aber entscheiden sich so viele Menschen früher oder später bewusst gegen Kinder? Verschiedene Argumente werden angeführt, je nachdem, wen man fragt – ob Kinderlose oder Eltern, Verheiratete oder Menschen in einer Fernbeziehung, Ältere oder Jüngere. Den einen fehlt der geeignete Partner, andere scheuen die Kosten, befürchten berufliche Nachteile oder meinen, Kinder hätten in unserer Welt keine gute Zukunft. Studien belegen klar, dass besonders Paare mit geringen Einkommen Angst vor dem sozialen Abstieg haben. Und das ist leider nicht von der Hand zu weisen.

Der Stressfaktor

Nur kein Stress! Nicht alle wollen Nachwuchs.

Viele Menschen verbinden mit Kindern aber vor allem Probleme. Bei einer Forsa-Umfrage an rund 1000 kinderlosen Deutschen zwischen 25 und
45 Jahren erklärten 79 Prozent, das Leben sei ohne Kinder schon anstrengend genug. Mehr als 80 Prozent gaben an, sie wären auch ohne Nachwuchs zufrieden. Es ist Erfüllung, sagen die anderen. Aber was bleibt – unterm Strich – als Lebensgefühl, wenn man Kinder großzieht?

Wie glücklich sind Eltern mit ihrem Leben? Die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen finden keinen eindeutigen Glückseffekt für Eltern. Demnach steigern Kinder nicht die Lebenszufriedenheit, eher im Gegenteil: Eltern seien öfter gestresst als Kinderlose und die Qualität der Partnerschaft sinke, so dass Ergebnis einiger Studien. Auch die Gefahr von Depressionen scheint erhöht. Noch dazu ziehen viele Eltern aus dem Zusammensein mit ihren Kindern offenbar wenig Freude. Verschiedene Studien zeigen jedoch, dass die aktive Beschäftigung mit dem Kind erfüllend sein kann und Eltern bestätigen dies.

Bringt man es also auf den Punkt, können Eltern „trotz“ Kinder glücklich sein! Es kommt auf die Umstände an – eben jene erforscht Rostocker Institut für demografische Forschung. Sie werteten die Angaben von mehr als 200 000 Befragten aus 86 verschiedenen Ländern aus. Auch hier waren die Eltern insgesamt zufriedener. Doch wiederum galt es zu beachten, was es ausmacht, verheiratet oder sozial besser gestellt zu sein.


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