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Schule

Lernschwächen und Lernschwierigkeiten – Es ist keine Schande

Klar, jedes Kind ist anders und hat seine Fähigkeiten oder seine Probleme. Wenn das Lernen mehr als einfach nur schwer ist, spricht man von einer Lernschwäche. Bei Vermutungen hilft es, den Lehrer oder Schulpsychologen anzusprechen. Eine erste Orientierung soll die folgende Aufstellung geben:

 

Lese-Rechtschreibschwäche

Die Lese-Rechtschreibschwäche tritt in verschiedenen Schweregraden auf und ist eine relativ verbreitete Störung. Das Lesen, Schreiben und das Buchstabieren fällt diesen Kinders besonders schwer. Häufig werden ähnliche Buchstaben vertauscht, wie das “b” und das “p”.

Worte, mit ähnlichen Buchstabenfolgen werden falsch gelesen oder geschrieben. Auch Wortfindungsschwierigkeiten können auftreten. Oft haben die Kinder auch Probleme mit Terminen, der Zeiteinteilung und allgemeinen Organisationsaufgaben.

D.h. das Kind braucht mehr Zeit, um die Buchstaben zu verstehen, zu ordnen und zu verinnerlichen, aber mit einem gesonderten Training kann Abhilfe geschafft werden.

 

Dyskalkulie

Dyskalkulie, die Rechenschwäche, ist bisher ein wenig erforschtes Gebiet. Oftmals zeigen sich keinerlei Verhaltensauffälligkeiten, aber es können Wahrnehmungs- und Orientierungsstörungen auftreten. Bei bestimmten schulischen Anforderungen, aber auch anderen Lebensbereichen, die etwas mit visuellem Gedächtnis, Zeit- und Raumorientierung, Ordnungsstrukturen, Organisation und Handlungsabläufen zu tun haben, gibt es oft enorme Schwierigkeiten.

 

HKS

Heranwachsende, die an einem hyperkinetischen Syndrom leiden, haben Konzentrationsschwierigkeiten. Es ist für sie schwer, ihre Aufmerksamkeit längere Zeit auf einen Gegenstand oder einen Sachverhalt zu richten. Ihre Aufmerksamkeit schweift ab und sie beschäftigen sich mit anderen Dingen. Die Hyperaktivität drückt sich darin aus, dass das Kind nicht still sitzen kann, sehr impulsiv reagiert und Schwierigkeiten bei der Konzentration hat.

Eine Diagnose ist schwierig, denn jedes Kind hat mal einen schlechten Tag. Die Grenzen zwischen normaler Unaufmerksamkeit aus Langeweile und einer krankhaften Hyperaktivität sind fließend.

 

Lernschwierigkeiten sind weit verbreitet

Da jeder 5. Schüler in Deutschland Nachhilfe benötigt, ist die Beeinträchtigung schon längst zu einem großen gesellschaftlichen Thema geworden. Und das ist gut so. Der gesellschaftliche Hintergrund ist in diesem Zusammenhang nicht wegzudiskutieren. Es gibt zahlreiche Ursachen, die eine Lernschwäche auslösen können – beispielsweise:

  • Stress: Unter Stress lernt niemand gut. Er entsteht häufig bei einem Umzug und einem daraus resultierendem Schulwechsel, bei einer Versetzung in eine neue Klassenstufe, bei einem neuen Lehrer, bei Problemen mit den Klassenkameraden oder bei schlechten Noten und zu hohem Leistungsdruck.
  • Soziale Probleme: Diese entstehen etwa durch Alkohol-, und Drogenmissbrauch, eine mögliche emotionale Kälte der Eltern oder auch nach Scheidungen.
  • Informationsflut: Im heutigen Zeitalter der Medien strömen auf uns so viele Eindrücke und Reize ein, dass es sogar für Erwachsene schwer wird, diese richtig zu selektieren und daraufhin zu verarbeiten. Das Resultat ist, dass das Gehirn überfordert ist.

Doch das Arbeitsgedächtnis, kann trainiert werden.

Wir stellen es vor, ausgezeichnet mit dem Gesundheitspreis für digitale Prävention vom Bundesministerium für Gesundheit  sp.neuronation.com/de/onboarding


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