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Familie und Leben

Leistungsorientiertes Muttigehalt mit Mindestlohn

Wer kennt das nicht?

Alles noch fix organsieren, dazu noch die Waschmaschine anwerfen, die Einkaufsliste fix zwischen Sport und Schulkind abholen erledigen, mal nebenbei zwei Geburtstagsgeschenke für den Freund des Kindes einpacken und beim Kartoffelbrei noch die Hausaufgaben kontrollieren (dann hat man Glück gehabt, daneben sitzen und helfen braucht eindeutig mehr Zeit), Mutti- sein ist ein Vollzeitjob, den aber viele von uns noch ganz nebenbei erledigen. Denn schließlich braucht es noch Geld für die Miete, den Strom und das Leben.
Da ist es nicht verwunderlich, wenn Sprüche wie, ach Du bist nur Hausfrau oder das bisschen Haushalt kann doch nicht so schwer sein, neben einem unverständlichen Augenrollen auch den wütenden Drachen beschwört, zu der die liebevolle Mama schnell mutieren kann. Denn nebenbei ist da eigentlich nix und allzu oft funktioniert das ganze Konstrukt nur, wenn man sich als Mensch selbst gute zehn Jahre zurück nimmt und seine Bedürfnisse, Wünsche in den Keller sperrt.
 

Hilft ja nix.

Im Zweifelsfall würde man sich eh für den Nachtschlaf und nicht für den schönen Konzertbesuch entscheiden. Doch die mütterlichen Bemühungen sollten auch wertgeschätzt werden, wenn sie schon nicht finanziell sinnvoll sind.
Selbst wenn man nur den geltenden Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde, ohne Feiertags-, Wochenend- und Nachtzulagen ansetzen würde und von einem 14-stündigen Arbeitstag einer die Kinder und den Haushalt betreuenden Person ausgeht, ergibt dies ein Jahresgehalt von 47.647 Euro brutto. D.h. fremde Menschen könnten so gut verdienen. Man selbst mach das natürlich umsonst oder geht arbeiten, kümmert sich um die Kids und hat dann noch einmal pro Woche eine gute Fee, die wenigstens ein Mindestmaß an Ordnung in den Haushalt bringt. Man selbst sitzt ja am Arbeitsplatz und versucht, die Brötchen zu verdienen.
 

Nicht so ganz fair?

Stimmt. Zumal die „zu-Hause-Kind-groß-ziehen-Zeit“ sich mehr als miserabel in der Rente niederschlagen wird. Bei aller Liebe, aber Gleichberechtigung und Anerkennung sieht schon anders aus….


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