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Lasst Kinder Kinder sein!

Lasst Kinder Kinder sein

Beim Spielen empfindet ein Kind für uns einen kaum nachvollziehbaren Sturm der Begeisterung am eigenen Entdecken. Durch diesen „Treibstoff“ werden emotionale Zentren im Gehirn aktiviert und durch neuroplasmatische Botenstoffe  neue Nervenzellen produziert. Nur durch eigene Erfahrungen, der Bewältigung von Herausforderungen und dem Lösen von Problemen werden im Gehirn des Kindes komplexe Verbindungen geknüpft. Es ist falsch zu denken, dass komplexe Verbindungen im Gehirn des Kindes durch ein Kommando, erst in der Frühförderung oder im Schulunterricht, entstehen. Nein, genau das passiert den Kleinsten beim eigenen, von uns nicht überwachten Spielen.

Kinder lernen gern, beobachten intensiv und sagen das, was sie denken. Kinder sind aufmerksamer als Erwachsene, können sich wunderbar selbst begeistern und besitzen zudem eine große Portion Fantasie. Oft sind es die Erwachsenen, die den Kindern genau das kaputt machen wollen. Doch sollte nicht vergessen werden, dass diese Fähigkeiten leider ganz alleine mit zunehmendem Alter verloren gehen. Der innere Druck, dass Eltern ein Trainer der Kinder sein müssen, sollte von dem Gefühl der erforderlichen Freiheit zurückgedrängt werden. Denn diese regt die Kinder zum Spielen und Begeistern an.

Gefährlich wird es, wenn die Kinder älter sind. Sie fühlen sich so unter Druck gesetzt, dass das Lieblingsfach in der Schule verloren geht und haben Angst, den Ansprüchen ihrer Eltern nicht gerecht zu werden. Vielmehr sollten sich Vater und Mutter fragen: ,,Wie geht es eigentlich meinem Kind?“ oder „Möchte mein Kind das überhaupt alles?“ Das Interesse der Eltern an Leistungen ist gut und wichtig, aber es darf nicht übertrieben werden, denn das gibt dem Nachwuchs das ständige Gefühl gestresst zu sein. Und Stress über längere Zeit kann krank machen.

In Michael Winterhoffs Buch „Lasst Kinder wieder Kinder sein! Oder : Die Rückkehr zur Intuition“ werden sich einige Eltern wiederfinden. Die eigene Intuition sei es, die uns hilft, ganz ohne großes Grübeln über Erziehungsmodelle, selbstverständlich mit unseren Kindern umzugehen.  Diese Handlungsweise solle, laut Winterhoff, aus tiefer innerer Ruhe kommen. Diese innere Ruhe verhilft uns, uns um andere zu sorgen. Das Buch solle zu einer guten Eltern – Kind – Beziehung beitragen und den eigenen Lebensstil reflektieren.

In einem ist sich Michael Winterhoff jedenfalls sicher: Glückliche Erwachsene sorgen für glückliche Kinder.

Buchtipp:
Winterhoff, Michael (2011): Lasst Kinder wieder Kinder sein! Oder : Die Rückkehr zur Intuition. 1. Aufl. Gütersloher Verlagshaus.

Lasst Kinder Kinder sein! – LeipzigKids


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