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Kinderunfälle – bitte helfen, aber richtig

Nach der Explosion der Teekanne möchten wir noch einmal genauer hinsehen. Was sind die häufigsten Gründe für Kinderunfälle? Wie kann man helfen (trotz aller Panik und dem Gefühl der Verzweiflung). Gut, wenn man vorbereitet ist und im Kopf schon einmal den Notfall durchgespielt hat.

Etwa zwei Drittel aller Kinderunfälle passieren im Haushalt oder auf dem Spielplatz und zumeist sind Vater und Mutter eher schlecht darauf vorbereitet. Deshalb hier die fünf häufigsten Verletzungsarten bei Kindern und was zu tun ist:

 

Verschlucken kleiner Gegenstände

Egal ob Stecker aus dem Steckerspiel, 1cent Münzen oder Knopfbatterien. Alles kann zu gefährlicher Atemnot führen. Deshalb: Kind auf Ihren linken Oberschenkel legen und gut festhalten. Dann sollten Sie mit der flachen Hand auf die Fläche zwischen den Schulterblätter des Kindes schlagen, sodass der kleine Gegenstand herausfallen kann.

 

Verbrennungen/Verbrühungen in der Küche

Die Haut eines Kindes ist zehnmal dünner als die eines Erwachsenen und verbrennt dementsprechend viel schneller. Bitte unbedingt die verbrannte Stelle, etwa die Hand, unter fließendes Wasser halten. Alternativ kann die Stelle mit einem feuchten Tuch oder Lappen gekühlt werden.

 

Knochenbrüche

Das Fahrrad war zu schnell oder das Klettergerüst zu hoch. Schnell kann es zu einem Arm- oder Beinbruch kommen. Hier gilt, so schnell wie irgend möglich zu einem Kinderarzt fahren. Auf keinen Fall eine Fehlstellung versuchen, zu korrigieren oder einen Verband anlegen.

 

Offene Wunden

Egal warum, wieso oder weshalb, große Wunden, die bluten, sollten schnell mit einem sauberen Verband oder Taschentuch bedeckt werden. So bringen Sie die Blutung zum Stillstand. Oft müssen Wunden genäht werden – also auch in diesem Fall ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich. Aber bitte vorher keine Salben oder Tinkturen auftragen.

 

Kopfverletzungen

Sie sind statistisch gesehen leider am häufigsten und es ist schwer zu erkennen, ob der Sturz auf den Kopf nur eine harmlose Beule, eine Gehirnerschütterung oder gar einem Schädelbruch zur Folge hat.

 

Wichtig als Eltern: Auf jeden Fall sollten sie hektische Positionsveränderungen vermeiden! Dadurch könnten weitere Schäden am Kopf entstehen. Viel mit dem Kind sprechen und dann eine stabile Seitenlage herstellen. Achten Sie darauf, dass die Atemwege nicht blockiert sind.

Mehr Informationen rund um die Kinderunfallprävention hier… www.kindersicherheit.bzga.de

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