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Kinder und ihr kleines Gehirn

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Es geht nicht immer um groß, größer, am größten. Das mussten auch die Kinderpsychologie-Experten Philip Shaw und Judith Rapoport feststellen, die seit 1989 über Jahre hinweg die Gehirne von insgesamt 307 Kindern aus Bethesda, einem Vorort von Washington mit Magnetresonanztomografen durchleuchteten. Die Kids, die zwischen fünf und neunzehn Jahren waren, wurden alle zwei Jahre untersucht – mit überraschendem Ergebnis.

Denn: die Kinder, die zu Beginn der Untersuchung eine dünn ausgeprägte Hirnrinde aufwiesen, besaßen einen weit überdurchschnittlichen Intelligenzquotienten. Das heißt, die Kinder, deren IQ zwischen 121 und 145 lag, hatten im Alter von fünf Jahren etwa 0,3 Millimeter weniger an grauer Rindenmasse angesammelt als die restlichen Probanden, die in die Gruppen „durchschnittlich intelligent“ (IQ von 83 bis 108) und „hochintelligent“ (IQ zwischen 109 und 120) eingeteilt wurden. Damit zeigt sich einmal mehr, Masse allein ist nicht wichtig.

Ausgerechnet die Kids konnten mit der höchsten Intelligenz aufwarten, die die dünnste Hirnrinde hatten. Dann aber wuchs die Hirnrinde bei den Supercleveren – bei den anderen waren das Maximum bereits mit sieben Jahren erreicht. D. h. die ganz Gescheiten brauchen offensichtlich mehr Zeit und die Entwicklung dauert länger…

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