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Wie Ihr Eure Kids aus der Nudel- Falle holt

Wie Ihr Eure Kids aus der Nudel- Falle holt

Nur Nudeln mit Käse, Kartoffeln pur, nichts Rotes… Wer von Euch kennt das nicht? Klar, sollen unsere Kids gesund essen, doch sieht die Realität oft ganz anders aus. Wir geben Euch Tipps, wie Ihr Eure Kinder aus der Nudelfalle holt.

Kinder wissen genau, was sie essen wollen

Gemüse, Salate und mit Liebe gemachte Aufläufe werden von den Kindern hin und wieder mit einem lauten „Bäh!“ weggeschoben. Wutausbrüche oder Verzweiflung sind bei uns dann keine Seltenheit. Für Kinder ist es zweitrangig, ob das Essen gesund ist. Vielmehr wissen sie genau, was sie essen wollen. Das ist leider weder vielseitig noch gesund. Oft hilft dann, einfach gelassen zu reagieren, denn fast alle Kinder fangen irgendwann mal an, abwechslungsreicher zu essen, vorausgesetzt sie bekommen verschiedene Speisen angeboten und sehen, dass ihren Eltern Gesundes schmeckt.

Wenn Kinder nur noch Nudeln essen

Es kommt schon mal vor, dass das Kind zwei Wochen lang nur nach Nudeln mit Käse verlangt. Viele wissen sicher genau, wovon hier gesprochen wird. Es sollte dann gemeinsam mit dem Knirps überlegt werden, wie das Essen etwas bunter gemacht werden kann, etwa durch ein paar Erbsen. Wenn das Kind unbedingt seine Nudeldiät einhalten will, solltet Ihr das akzeptieren, ihm aber klar machen, dass Ihr etwas anderes essen werdet, rät Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn. Dann sind nämlich die Chancen hoch, dass der Nachwuchs nach zwei Wochen Nudeln, Lust auf was Neues hat.

Bitte ohne Zwang!

Linsen, Fisch oder Rosenkohl werden von den Kids manchmal Woche für Woche vom Teller geschoben. Bedauerlicherweise wird der Test, etwas Neues zu probieren, von den Knirpsen oft verweigert. Ihr solltet Euch hier nicht entmutigen lassen und gelassen reagieren, denn manche Sachen muss der Nachwuchs viele Male probieren, bis er es mag. Kinder sollen Lebensmittel in einer angenehmen Situation probieren und nicht unter Zwang. Letzteres führt dazu, dass sie neue Lebensmittel erst recht ablehnen.

Lasst Eure Kids beim Einkaufen mitbestimmen, was sie essen möchten. Lasst sie beim Kochen mithelfen, beispielsweise durch das Kleinschnippeln von Gemüse oder dem Umrühren der Soße. Durch das frühzeitige Einbeziehen in die Essensplanung und -vorbereitung könnt Ihr Euch sicher einigen Frust ersparen. Denn Kinder, die mithelfen, nörgeln weniger am Essen herum, weiß Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik in Aachen.

Doch wie viel von was sollte Euer Kind pro Tag zu sich nehmen und wie könnt Ihr es aus der Nudelfalle locken und für Unbekanntes begeistern? Hier ein Überblick:

Zur Orientierung für Euch:

  • pro Tag sollten Kinder fünf Portionen Gemüse, Salat und Obst essen
  • dazu kommen vier Portionen Brot, Getreide und Beilagen
  • drei Portionen sollten aus Milch und Milchprodukten bestehen
  • eine aus Wurst, Fleisch, Fisch oder Ei
  • zwei Portionen entfallen auf Fette und Öle
  • eine Portion auf Süßigkeiten und Snacks wie Chips

-> als Orientierung für eine Portion gilt eine Kinderhand.

Ein paar Tricks, wie Ihr Eure Kids für Unbekanntes begeistern könnt:

  • unbekannte Gemüsesorten können mit dem Lieblingsgemüse gemischt werden
  • kocht nicht extra für das Kind, Kinder sollten Eure normalen Gerichte mitessen
  • nur eine Speise auf den Tisch stellen, die aus mehreren Komponenten, zum Beispiel verschiedenen Gemüsesorten, Reis und Soße besteht. Das Kind darf dann entscheiden, was es davon essen will.
  • statt sofort ein Brot zu schmieren oder ein Ersatzessen zu kochen, solltet Ihr Euch zurücklehnen. Die nächste Mahlzeit sollte erst zur gewohnten Zeit auf den Tisch kommen ohne Extrawurst für das Kind. Ist der Hunger groß genug, wird der Nachwuchs schon zugreifen.
  • es lohnt sich, nach den Gründen zu fragen, warum ein bestimmtes Essen abgelehnt wird. Manche Kinder lehnen nicht den eigentlichen Salat ab, sondern nur das Dressing. Oder sie essen keine gekochten Möhren, weil sie ihnen zu wässrig sind. Dann sind rohe Möhren und ein anderes Dressing oder Salat pur die Lösung.
  • lehnen Kinder gekochtes Gemüse gänzlich ab, kann es klein gehackt oder püriert in Soßen versteckt werden. Trinken Kinder keine Milch, können ihre Eltern Soßen mit Milch Fisch pur finden viele Kinder blöd, im Auflauf essen sie ihn aber mit.
  • Ihr solltet Euch selbst abwechslungsreich und gesund ernähren, denn Kinder lernen durch Nachahmung. Beide (!) Elternteile müssen mit gutem Beispiel vorangehen.


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