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Keine Entspannung mehr – wir machen uns zu viel Freizeit-Stress

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Planung und Organisation sind wichtige, grundlegende, scheinbar überlebensnotwendige Tätigkeiten geworden. Die Idee vom immerwährenden aktiven, engagierten, fitten, dynamischen Menschen hat schon längst von der Arbeits- auf unsere Freizeitwelt übergegriffen und TV-Spots von glücklich joggenden, kletternden, Mountainbikenden Allroundern strahlen in unsere heimischen vier Wände. In der Tat neigen die Deutschen dazu, sich ihre Freizeit so voll zu packen, dass selbst die Freizeit zu einer stressigen Angelegenheit wird.

„Das ist die Erwartung der Gesellschaft, die Erwartung der Werbung, die gaukelt uns ja vor, wenn wir immer aktiv sind, dann läuft das Leben toll!“, sagt der Psychologe Michael Stark. „Wir haben völlig verlernt, auf unsere eigenen Bedürfnisse zu achten!“

Dabei hat jeder von uns einen „Seelenenergie-Tank“, meint Stark: Ein Tank, der vergleichbar mit einem Autotank ist. Das Auto muss immer mal an die Tankstelle, damit es nicht stehen bleibt, aber bei uns soll es anders sein? Auch bei uns kann der Tank nicht unendlich reichen – bei zur Neige gehender Seelenenergie schleicht sich eine tiefe Erschöpfung ein, die nicht mehr weggeht.

Vor der Erschöpfung hilft nur ein wenig Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Die Signale des Körpers sind eindeutig, aber wir übergehen sie kontinuierlich. So wäre es beispielsweise eine gute Maßnahme, das Handy in der Freizeit mal daheim zu lassen, meint Stark. „Wir haben immer einen Teil des Kopfes auf dem Handy. Gerade die Überall-Erreichbarkeit führt dazu, dass wir nicht mehr komplett entspannen können.“


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