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Mehr Karrierefrauen bedeuten mehr Kinder

Mehr Karrierefrauen bedeuten mehr Kinder

Junge Frauen sind heutzutage ganz selbstverständlich berufstätig wie Männer. Ein gängiges Vorurteil lautet, dass Frauen heute lieber der Karriere nachgehen als Kinder zu kriegen. Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache.

Deutschland hat die niedrigste Geburtenrate der Welt

Eine Geburtenziffer von etwa 1,4 Kindern pro Frau in Deutschland ist doch eine sehr magere Zahl. Das reicht keinesfalls aus, um die Größe der Bevölkerung stabil zu halten. Bekanntlich müsste jede Frau mehr als zwei Kinder bekommen oder eben ein stetiger Zustrom an Einwanderern erfolgen. In den vergangenen fünf Jahren wurden im Durchschnitt gerademal 8,2 Kinder je 1000 Einwohner in Deutschland geboren. Das liegt unter dem Niveau des bisherigen Schlusslichts Japan und noch knapp unter Portugal (9,0) und Italien (9,3).

Karriere im Mittelpunkt

Man braucht sich nicht zu wundern, dass die Geburtenrate in Deutschland so gering ist. Eine Studie der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen aus dem vergangenen Jahr hat gezeigt, dass mittlerweile circa 60 Prozent der Bürger annehmen, ihren Mitbürgern sei die Karriere wichtiger als der Kinderwunsch. Kolumnist Franz Josef Wagner sagt: „ Deutschland habe „Business“- und „Power-Frauen“, aber „keine Mütter mehr“. Aufgeregte Kommentare waren die Folge. Natürlich leuchtet es ein, wenn Frauen sich allzu sehr auf den Beruf fixieren, steht das Thema: Kinder hinten an.

Ein Blick in die Statistik zeigt aber etwas ganz anderes

Die These „Karriere statt Kind“ veranlasst zu glauben, dass in Ländern, wo viele Frauen am Wirtschaftsleben teilnehmen und Führungspositionen haben, besonders wenig Kinder bekommen. Die Statistik zeigt aber, dass dies gar nicht der Fall ist. Eine Frau bekommt beispielsweise mehr Kinder in Neuseeland oder den USA als in Südkorea oder Italien. Sie nehmen dennoch stärker am Wirtschaftsleben teil und sind auch vermehrt in Führungspositionen von Wirtschaft und Verwaltung vertreten. Der Global Gender Gap Report (http://reports.weforum.org/global-gender-gap-report-2014/)hat ermittelt, was es bedeutet, die Geburtenziffer in Beziehung zum Anteil der Frauen in Führungspositionen zu setzen. Aufgezeigt wird, dass in Ländern, in denen Frauen verstärkt Beruf und Karriere nachgehen können, die Geburtenrate nicht niedriger ist als in Staaten, wo Frauen nicht diese Möglichkeit haben. Ganz im Gegenteil: Der Trend läuft konträr zum konservativen Weltbild. Das bedeutet mehr Karrierefrauen, mehr Kinder…

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