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Irgendwo im Pubertier schlummert ein erwachsenes Wesen voller Güte und Vernunft

Für das Wochenende noch ein wenig Lektüre? Gern bitteschön. Wenn wir uns gestern schon einmal kurz das Thema Geld und Pubertier angesehen haben (Link), betrachten wir uns doch heute das geliebte Kind, das in rasanter Geschwindigkeit von Hubschrauberpulli und Ringelstrumpf zu einem miesepetrigen, hormongesteuertem KingKong mutiert, dank Jan Weiler etwas genauer…

Sie waren süß. Sie waren niedlich. Jeden Milchzahn hat man als Meilenstein gefeiert. Doch irgendwann mutieren die Kinder in rasender Geschwindigkeit von fröhlichen, neugierigen und nett anzuschauenden Mädchen und Jungen zu muffeligen, maulfaulen und hysterischen Pubertieren. Aus rosigen Kindergesichtern werden Pickelplantagen. Nasen, Beine und Hinterteile wachsen in beängstigendem Tempo. Stimmen klingen wie verstimmte Dudelsäcke, aber die Kommunikation scheint ohnehin phasenweise unmöglich, denn das Hirn ist wegen Umbaus vorübergehend geschlossen. Und doch ist da ein guter Kern. Irgendwo im Pubertier schlummert ein erwachsenes Wesen voller Güte und Vernunft. Man muss nur Geduld haben, bis es sich durch Berge von Klamotten und leeren Puddingbechern ans Tageslicht gewühlt hat. Verdammt noch mal!


Das Pubertier


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