Home  »  News   »   Baby   »   Internationaler Tag des Frühgeborenen

Baby News

Internationaler Tag des Frühgeborenen

Internationaler Tag des Frühgeborenen

Über 60 000 Kinder werden jedes Jahr in Deutschland zu früh geboren. Tendenz: steigend. Experten sehen als Hauptgrund den Anstieg der künstlichen Befruchtungen und der damit verbundenen Mehrlingsgeburten.

Warum der 17. November?

Gute Nachrichten zum 7. Internationalen Tag des Frühgeborenen: Die Überlebenschancen der Frühgeborenen sind in den vergangen Jahren beständig gestiegen. Eine normale Schwangerschaft dauert zwischen 37 bis 42 Wochen, gerechnet ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung.  Als Frühchen gelten Babys, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Eltern von zu früh geborenen Knirpsen haben viele Fragen, Ängste und sind sich unsicher. Der alljährliche Aktionstag soll Klarheit schaffen: Informieren, aufklären, Wege aufzeigen. Er möchte über Frühgeburten und ihre Folgen berichten. Der 17.November soll an das erste Europäische Elterngruppentreffen der „European Foundation for the Care of Newborn Infants“ (EFCNI) erinnern. Der Stiftungsgründer der EFCNI hatte im Dezember 2006 Drillingsfrühchen verloren. Am 17. November 2008 wurde er Vater einer gesund geborenen Tochter. Die Elterngruppenvertreter einigten sich schnell für den „Tag des Frühgeborenen“.

Frühchen im Brutkasten

Neugeborene sind sehr empfindlich, Frühchen sind es auf ganz besondere Weise, denn die Unreife aller Organsysteme gefährdet ihre Gesundheit. Meist zeigt sich als größtes Problem die Atmung der zu früh Geborenen. Hirnblutungen können die Folge einreißender Blutgefäße sein. Diese können harmlos verlaufen, das Gehirn aber auch schädigen. Außerdem können wegen unzureichender Immunabwehr der Frühchen Infektionen oft nur unzureichend bekämpft werden. Neonatologen tun hier alles für das Wohl der kleinen Patienten. Meist sind Frühchen auf einen Brutkasten angewiesen, in dem der Inkubator dem Baby eine gleich bleibende Temperatur, die notwendige Luftfeuchtigkeit und die erforderliche Sauerstoffanreicherung bietet.

Die Überlebenschancen eines Babys sind umso größer, je näher es an den errechneten Geburtstermin kommt. Auch die Entwicklungsmöglichkeiten sind erheblich besser, obwohl man sagen muss, dass auch extrem unreife Frühchen sich ganz normal weiterentwickeln können und später gesund leben. Kinderärzte und Neonatologen betonen dies immer wieder, um nicht zuletzt betroffene Eltern zu beruhigen und ihnen Mut zu machen.

Besonderer Inkubator in vier deutschen Kinderkliniken

Das Lübecker Medizintechnik-Unternehmen LMT Lammers Medical Technology GmbH hat einen besonderen Inkubator für zu früh Geborene entwickelt, der diese Lücke in der Kinderradiologie endlich schließt. Mit dem MR Diagnostik Inkubator System nomag® IC können Frühgeborene direkt in den Magnetresonanz-Tomografen geschoben und dort untersucht werden. Die Frühchen brauchen für die MR-Diagnostik nur kurz umgebettet zu werden – vom Brutkasten der Neonatologischen Intensivstation der Kinderklinik in den nomag® IC. Die Frühchen liegen geschützt im MR-Inkubator und „verschlafen“ meist die Untersuchung. Der nomag® IC wird bisher in vier deutschen Kinderkliniken eingesetzt: Im Universitätsklinikum Jena, im Universitätsklinikum Tübingen, im Universitätsklinikum Essen und in der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Rund 70 Kliniken arbeiten weltweit mit dem nomag® IC.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.