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Hochsensible Eltern von hochsensiblen Kindern

 

HochsensibleEltern von hochsensiblen Kindern – was ist zu berücksichtigen? Und wie sieht es mit der Hochbegabung aus, die sich da oft noch mit einmischt?

Wir bleiben noch ein wenig im Hochsensibel-Thema verhaftet, da dieses Zuviel von allem schrecklich anstrengt. Für einen schnellen Überblick einige Tipps von Elaine Aron zusammengefasst (aus: Das hochsensible Kind)

  • 01Bleiben Sie unbefangen, vermeiden Sie eine Überidentifikation mit Ihrem Kind. Ihr Kind ist nicht Sie! Erkennen Sie die Unterschiede zwischen Ihnen und Ihrem Kind. Wo ähnelt es Ihrem Partner?
  • 02Vermeiden Sie überfürsorgliches Verhalten, ermöglichen Sie es Ihrem Kind, selbst neue Erfahrungen zu sammeln. Legen Sie Ihre Ängste nicht auf Ihr Kind und belasten Sie es nicht damit.
  • 03Ermöglichen Sie es Ihrem Kind Neues auszuprobieren, auch wenn Sie selbst kein Interesse daran haben. Es sollte allerdings altersgemäß und für Ihr Kind schaffbar sein, damit es nicht scheitert und sich als Versager fühlt. Das Versagensgefühl hängt aber auch stark von der Person ab, bei der Ihr Kind etwas lernt und dem Ihr Kind sich anvertraut.
  • 04Hat Ihr Kind Probleme, eigene Interessen zu entwickeln, dann bieten Sie ihm eine gewisse Auswahl an und helfen Sie ihm. Sagen Sie ihm, wie es für Sie war, etwas Neues zu beginnen und wie wichtig es ist, sich auf Neues einzulassen.
  • 05Wenn es Ihrem Kind schlecht geht, dann versuchen Sie eine übergeordnete Perspektive zu gewinnen, statt sich selbst vom Schmerz des Kindes überwältigen zu lassen. Das Leben ist nicht fair, wir alle müssen uns den Schwierigkeiten und Herausforderungen stellen und daraus lernen. Erzählen Sie dem Kind von Ihren eigenen Höhen und Tiefen und Ihren Kämpfen und was Sie Gutes gelernt haben, das hilft am ehesten weiter. Wenn möglich, beten Sie für diese Situationen, beziehen Sie Gott mit ein.
  • 06Machen Sie sich für Ihr Kind stark und beschützen Sie es, wenn es einer schwierigen Situation ausgeliefert ist und alleine nicht zurecht kommt, zum Beispiel gegenüber Lehrern oder unfairen Klassenkameraden. Geben Sie dem Kind das Gefühl, nicht ohne Hilfe dazustehen, aber vermeiden Sie den Eindruck, dass Hochsensible immer schüchtern und / oder arme Opfer sind.
  • 07Lehren Sie Ihr Kind, wie es für sich selbst eintreten kann. Je älter die Kinder werden, umso mehr müssen sie für sich selber kämpfen. Dazu müssen Sie angemessene Grenzen setzen, damit das Kind sich nicht auf Ihren Fähigkeiten ausruht. Das stärkt nur ihre Minderwertigkeit und fördert eine Opferhaltung.
  • 08Kümmern Sie sich angemessen um Ihre eigenen Bedürfnisse. Ein überforderter und angespannter Elternteil wird kaum angemessen und ruhig auf sein Kind eingehen und ihm Sicherheit vermitteln können. Beispiel: Sauerstoffmasken im Flugzeug nehmen zuerst die Eltern!
  • 09Steigern Sie Ihre eigene Selbstachtung. Malen Sie sich vor Augen, was Sie gut können. Welche Vorteile hat Ihre Hochsensibilität? Wenn Sie sich als Mensch zweiter Klasse fühlen, wird Ihr Kind dazu neigen, sich ebenso zu fühlen.
  • 10Alle Eltern machen Erziehungsfehler, niemand ist perfekt. Darum fühlen Sie sich nicht übertrieben schuldig, wenn in der Erziehung nicht alles gelingt und Sie Fehler machen. Geben Sie die Fehler zu, und entschuldigen Sie sich dafür. Aber entschuldigen Sie sich nicht dauernd dafür, wenn Sie Ihrem Kind etwas abverlangen, oder bedauern es für normale Herausforderungen. Vermitteln Sie ihm das Gefühl: Opfer gehören dazu, durch Herausforderungen wachsen wir und werden wir stark. Manche Opfer sind unvermeidlich.

Opfer und Verzicht tragen zur Persönlichkeitsbildung bei. Wer seine Kinder vor jeder Enttäuschung bewahrt, erzieht kleine Tyrannen und / oder lebensunfähige „Opfer“.

Warnung: Wenn Sie ständig Schuldgefühle den Kindern gegenüber haben, werden Sie emotional erpressbar. Kinder finden das schnell heraus und halten Sie dann ständig auf Trab, bis zur völligen Erschöpfung. Darum setzen Sie angemessene Grenzen zu Ihrem Schutz und lehren so Ihr Kind, die Grenzen anderer zu respektieren, ohne sich schuldig zu fühlen.

Da mischt doch noch was mit: Hochsensibilität und Hochbegabung

Viele hochbegabte Kinder sind gleichzeitig hochsensibel. Aber nicht alle hochsensiblen Kinder sind automatisch hochbegabt. Ein Test von einem anerkannten Institut kann hier Klarheit schaffen, deshalb sollte man bei der Vermutung sich ruhig etwas Zeit für den Wissensdurst der Kinder nehmen

http://www.pfeiltraining.de/Schnelltest-bin-ich-hochsensibel-oder-hochbegabt

http://open-mind-akademie.de/online-tests/

 


Das hochsensible Kind: Wie Sie auf die besonderen Schwächen und Bedürfnisse Ihres Kindes eingehen

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