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Herz fassen > Held sein > Helfen

Das Jahr ist frisch und jung und die guten Vorsätze noch da. Ein Thema liegt uns da besonders am Herzen. Vielleicht könnt Ihr Euch ein Herz fassen und gleich zum Jahresstart ein Held sein – mit einer Registrierung unter www.dkms.de/fb-registrierung?! Es hört sich so platt an, aber Du könntest über ein Leben entscheiden…

Und dann? Wenn Du für einen Blutkrebspatient Stammzellen spendest, werden in 80% der Fälle die Stammzellen direkt aus Deinem Blut entnommen. Dieser Vorgang nennt sich „periphere Stammzellentnahme“ und dauert zwischen 4 und 8 Stunden an ein bis zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Ja, es ist nicht ganz schmerzfrei, aber Du kannst einem Menschen das Leben retten. Einfach so – nur weil Du so bist wie Du bist.

 

Wie funktioniert die Registrierung?

Mit den Wattestäbchen wird ein Abstrich von der Wangenschleimhaut entnommen und alles an ein Labor geschickt. Nach der Registrierung werden die Untersuchungsergebnisse des Wangenabstrichs in der Datei gespeichert und weltweit zur Verfügung gestellt.
 

Was passiert nach der Registrierung?

Innerhalb weniger Tage gibt es Post mit dem DKMS-Registrierungs-Set. D. h. dann, Formulare ausfüllen und Abstrich machen, anschließend alles zurück schicken. Im DKMS Life Science Lab in Dresden, einer Tochterorganisation der DKMS, wird alles analysiert. Gleichzeitig übermittelt man die Gewebemerkmale in anonymisierter Form an das ZKRD Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland in Ulm. Ab diesem Zeitpunkt steht man weltweit als Spender für Patienten auf der ganzen Welt zur Verfügung.
 
stammzellenspender
 
Die Erfahrung zeigt, dass es bei höchstens fünf von hundert potenziellen Stammzellspendern innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer Stammzellspende kommt. Für junge Spender beträgt die Wahrscheinlichkeit etwa 1 Prozent innerhalb des ersten Jahres nach der Typisierung. Und wenn tatsächlich alles passt?
 

Gesundheitscheck und Bestätigungstypisierung – Confirmatory Typing (CT)

Konkret: ein ausführlicher Gesundheitsfragebogen, damit mögliche aktuelle Ausschlusskriterien für eine Spende frühzeitig erkannt werden. Anschließend erfolgt eine Bestätigungstypisierung (CT), bei der die Gewebemerkmale anhand einer weiteren Blutprobe nochmals analysiert werden.
 

Wer darf Spender werden?

Grundsätzlich kann jeder im Alter zwischen 17 und 55 Jahren als potenzieller Stammzellspender registriert werden. Registrierte 17-Jährige werden ab dem 18. Geburtstag für den weltweiten Suchlauf berücksichtigt. Es gibt jedoch Ausschlusskriterien, die wie folgt aussehen:

  • Gewicht unter 50 Kilogramm
  • Starkes Übergewicht, d.h. Body Mass Index (BMI) > 40 (BMI = Gewicht/Körpergröße²)
  • Schwere neurologische oder psychische Erkrankung
  • Systemische Autoimmunerkrankungen oder andere schwere chronische Erkrankungen (z.B. Diabetes, Rheuma)
  • Krebserkrankung (auch ausgeheilte in der Vorgeschichte)
  • Suchterkrankungen (Alkohol, Drogen, Medikamente)
  • Schwere Lungenerkrankung
  • Schwere Nierenerkrankung
  • Schwere Stoffwechselstörung
  • Schwere tropische Infektionskrankheiten, insbesondere Malaria
  • Infektion mit HIV, Hepatitis B oder C, HTLV, Syphilis
  • Krankheiten des Blutes oder des Immunsystems

 

Kontakt zu Patienten in Deutschland

Die deutschen Richtlinien sehen vor, dass sich Spender und Patient erst zwei Jahre nach der Spende persönlich kennen lernen dürfen. In der Zwischenzeit können Spender bereits anonym Kontakt zum Patienten aufnehmen: Über die DKMS können Briefe oder Geschenke ausgetauscht werden. Die DKMS hat keinen direkten Kontakt zu den Patienten, daher läuft die Weitergabe der Post an die Patienten über die behandelnde Klinik. Da die Patienten oft nach der Transplantation von einer anderen Klinik weiterbehandelt werden, kann es zu Verzögerungen kommen. Nach Ablauf der vorgesehenen Kontaktsperre können Spender und Patient sich auch direkt schreiben oder persönlich treffen – wiederum über die DKMS vermittelt, vorausgesetzt Sie und der Patient sind einverstanden. Unsere Erfahrung über die Jahre zeigt: Viele Spender und Patienten wollen einander kennen lernen. Die Begegnungen von Spendern und Patienten sind immer wieder sehr berührende Momente. Nicht selten entstehen tolle Freundschaften.
 

Und? Vorstellbar?


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