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Familie und Leben

Gibt es den Weihnachtsmann und das Christkind wirklich?

Da möchte man so gern immer ehrlich mit den Kindern sein, aber spätestens bei dieser Frage kommt man ins Straucheln. Soll man jetzt knallhart mit der Wahrheit rausrücken und eine wunderbare Illusion zerstören oder ist es nicht viel schöner, wenn das Kind noch ein wenig die Vorstellung hat von Weihnachtsmann und Christkind?
 
Erschwerend kommt natürlich hinzu, dass der Erfahrungs- und Wissenshorizont von Freunden ganz anders ist. Wenn man also den Weihnachtsmann als vorhanden deklariert, aber Janine, Klaus und Berta aus der Gruppe gemeinerweise verkünden, dass die Eltern die Geschenke bringen? Was tun? Mit folgender Antwort liegt man auf keinen Fall daneben: „Das Christkind/der Weihnachtsmann kommt nur zu den Kindern, die daran glauben. Die anderen Kinder bekommen ihre Geschenke von den Eltern.“
 
Das ist nachvollziehbar und einleuchtend. Aber noch viel schöner ist eine Antwort, die einst einer kleinen Dame namens Virginia von der New York Sun im Jahr 1897 gegeben wurde.

„Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Er existiert so zweifellos wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung bestehen. Niemand sieht den Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen dafür, dass es ihn nicht gibt. Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können. Die unsichtbare Welt ist von einem Schleier bedeckt, den nicht der stärkste Mann auseinander reißen könnte. Nur Glaube, Phantasie, Poesie, Liebe und Romantik können diesen Vorhang beiseiteschieben und die übernatürliche Schönheit und den Glanz dahinter betrachten und beschreiben. Ist das alles wahr? Ach, Virginia, in der ganzen Welt ist nichts sonst wahrer und beständiger. Kein Weihnachtsmann? Gott sei Dank lebt er, und er lebt auf ewig. Noch in tausend Jahren, Virginia, nein, noch in zehnmal zehntausend Jahren wird er fortfahren, das Herz der Kindheit zu erfreuen.“

Dieser Antwort ist doch nun wirklich nichts hinzuzufügen…


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