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Familie und Leben

Geschwister – unzertrennlich und doch die größten Konkurrenten

Geschwister sind schon eine tolle Sache! Große Brüder helfen, wenn man geärgert wird, große Schwestern bringen einem ganz viel bei und die kleinen Geschwister bringen uns so oft zum Lachen.

Doch leider muss man als Geschwisterkind auch ständig seine Spielsachen und Süßigkeiten teilen, bekommt als Jüngster immer die abgetragenen Sachen der älteren und wird ständig untereinander verglichen.

Da kann es schon mal zu Krach im Kinderzimmer kommen. Warum dieser dazugehört und sogar auch förderlich für die geschwisterliche Beziehung sein kann und warum der Vergleich ungerecht ist erfahrt ihr hier.

 

Ähnlich und doch so ganz anders

Auch wenn sie sich oft sehr ähnlich sehen, vielleicht die gleichen Marotten haben oder beide am liebsten Fischstäbchen zum Mittag essen, Geschwister sollte man nie miteinander vergleichen. So ähnlich sie sich auch sein mögen, haben sie doch meist ganz unterschiedliche Interessen und Talente.

Gerade Lehrer vergessen dies gerne des Öfteren und meinen, wenn das große Geschwisterkind eine besondere Begabung hatte, müsse der Jünger diese ebenfalls haben und sind enttäuscht, sollte dem nicht so sein. Dies sorgt aber nur für Frustration bei allen Anwesenden. Darum sollten Geschwister genauso unterschiedlich gefördert werden, wie sie sind, denn wo die große Schwester vielleicht ein Sport-Ass ist, mag der kleine Bruder lieber Mathe und ist dafür völlig unsportlich.

 

Konkurrenten ihr Leben lang

Selbst wenn sie nicht verglichen werden, müssen sich Geschwister ihr Leben lang gegenseitig beweisen. Das fängt schon bei der Aufmerksamkeit von Mama und Papa an. Je geringer hier der Altersabstand, desto froher ist ein Kind, wenn es bei den Eltern mal alleine im Mittelpunkt steht. „Geschwister, die […] miteinander ständig um die elterliche Liebe konkurrieren müssen, entwickeln eine besonders starke Rivalität und streiten meist mehr als andere“, so Carola Bindt, Oberärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamburg. Wichtig ist, dass ihr eure Kinder für das lobt, was sie individuell gut machen und können.

 

Aneinander und miteinander wachsen

Doch von den Konflikten untereinander können Geschwister auch eine Menge für ihr späteres Leben lernen. So trainieren sie für zukünftige Freundschaften, Beziehungen und lernen Kompromisse einzugehen. Indem sie sich miteinander messen, kritisieren und gegenseitig einschätzen, lernen sie sich an Situationen anzupassen und sich gleichzeitig von einander abzuheben. Eifersucht dient also auch als Entwicklungsmotor und hilft Kindern beim Finden ihrer eigenen Identität.

 

Miteinander können sie nicht aber erst recht nicht ohne einander!

Auch wenn sie sich jeden Tag fetzen und egal wie schlimm ein Streit zu sein scheint, an der engen Beziehung zwischen Geschwistern lässt sich kaum rütteln. Man kann nicht einfach aufhören Brüder, Schwestern oder Bruder und Schwester zu sein. Dass diese enge Beziehung lange und gut hält, könne Eltern kaum beeinflussen, doch sie können sie durch gemeinsame Familienrituale und gemeinsame Projekte unterstützen. Auch wenn Mama und Papa mit gutem Beispiel voran gehen und zu ihren eigenen Geschwistern gute Kontakte pflegen unterstützt dies den geschwisterlichen Bund.


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