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Geburtentrends und die bösen Akademikerinnen

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Deutschland war absolutes Schlusslicht bei der Geburtenzahl. Dies zeigte vor zwei Jahren die Studie der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Besonders charmant die Begründung – denn: die Akademikerinnen sollten schuld sein. Frauen mit einem hohen Bildungsgrad, so berichtete das statistische Bundesamt in einem Report zu „Geburtentrends und Familiensituation in Deutschland„, bekämen nämlich weniger Kinder als Frauen mit geringer Bildung. Eine österreichische Studie konnte die zwar eindeutig widerlegen, aber der Vorwurf steht dennoch im Raum.

Dabei ist deutlich zu beobachten, das Thema Kind wird spätestens mit Mitte 30 auch für Akademikerin topaktuell und befindet sich keineswegs im „Tiefflug“. Frauen wünschen sich Kinder – egal mit welchem Bildungsgrad. Die Verschiebung nach hinten hat daran nichts geändert. Das heißt, die aktuelle Geburtenrate von 1,47 Kindern pro Frau ist keiner gesellschaftlichen Schicht zu– oder abzuschreiben.

Überraschend dafür folgender Fakt: Je gebildeter die Oma, desto eher bekommt sie mehrere Enkel.

In diesem Sinne haben Frauen mit mehr Kindern selbst oft eine Akademiker-Mutter. Eine entsprechende Vorbildwirkung wird angenommen.

Je höher der Bildungsgrad der Oma, umso wahrscheinlicher, dass die Tochter mehr als ein Kind hat. Das bedeutet: Die eigene Mutter hat es geschafft, Kinder und Karriere zu vereinbaren, so ist dies ein gutes Beispiel für die Tochter, dass Zuversicht gibt. Nicht zu unterschätzen ist auch die finanzielle Sicherheit, die eben auch von den Großeltern ausgehen kann.

Junge Mütter wollen aber im Vergleich zur Großmuttergeneration nicht mehr mehrere Jahre zu Hause bleiben und dann wieder ihre Karriere aufnehmen. Sie wollen beides und das ist bekanntermaßen nicht so einfach. Deshalb schieben sie ihre Entscheidung immer mehr nach hinten – zumal Ausbildung und Studium auch seine Zeit braucht….

Mehr Info? Gern – hier die Studie zur niedrigsten Geburtenrade weltweit: www.hwwi.org

Geburtentrends: www.destatis.de

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