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Familie und Leben

Frau will Bettdecke heiraten

In der Tat, manche Menschen brauchen keine Liebe von anderen Menschen – sie fühlen sich von einem Gegenstand geliebt und haben mit diesem eine enge Beziehung, ganz ohne Streit, Konflikte oder Widerworte.
 
Im Fall der Britin Pascale Sellick ist es eine tiefgreifende, innige Beziehung, die am 10. Februar mit einer Hochzeit gekrönt werden soll. „Zu meinem Oberbett habe ich die längste, intensivste, intimste und verlässlichste Beziehung, die ich je hatte. Es war immer für mich da und gibt mir die schönsten Umarmungen“, begründet sie ihren Entschluss. „Ich liebe meine Decke so sehr, dass ich Menschen einladen möchte, den Bund mit dem konstantesten, wohltuendsten Begleiter meines Lebens mitzuerleben. Es gibt Musik und eine Zeremonie, Spaß und Unterhaltung.“
 
Sogar eine Hochzeitsplanerin ist dabei, die für die perfekte Musik, die Hochzeitstorte und die Reden sorgt – alles, damit sich die Braut und die Bettdecke wohlfühlen. Damit alles stilecht ist, werden die Gäste um entsprechende Garderobe gebeten – d.h. in diesem Fall: Schlafanzüge, Bademäntel, kuschelige Einteiler und Hausschuhe. Erlaubte Accessoires sind, wegen der vermutlich kühlen Temperaturen am 10. Februar, Schmuseteddys und Wärmflaschen.
 
Ein Schelm, wer denkt, dass die Künstlerin damit vielleicht eine Installation der besonderen Art im Sinn hat.
 
Aber wir lernen: es gibt nichts, was es nicht gibt.
   


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