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Filmkritik zu Stella – Original schwed. „Min lilla syster“

Die Schwedin Sanna Lenken widmet sich in ihrem Debütfilm dem schwierigen Thema der Bulimie und ist dabei auf Augenhöhe Ihrer jugend­lichen Heldinnen.

„In the sea of love I will swim to you, you are so beautiful …“

Es geht um Liebe, um Verheißung, um die Kraft, die man aufwendet, seine Ziele zu erreichen, aber auch um die Gefahr, sich zu verlieren.

Stella und Katja sind Schwestern. Stella bewundert ihre ältere Schwester, die dabei ist eine erfolgreiche Eiskunstlaufprinzessin zu werden. Auf der anderen Seite leidet sie darunter, dass sie immer in Katjas Schatten steht.
Dann findet Stella heraus, dass ihre Schwester an Bulimie erkrankt ist. Auf Druck der großen Schwester schweigt sie zunächst, denn Katja weiß von ihrer heftigen Schwärmerei für den um vieles älteren Eiskunstlauflehrer und droht damit, das Geheimnis auszuplaudern. Stella aber sieht sich aber irgendwann gezwungen Ihre Eltern einzuweihen.

Doch auch als Katjas Krankheit herauskommt, wird die Sache nicht einfacher, denn Katja verweigert jede Einsicht oder Behandlung. Dass überlastete Eltern oft das Falsche tun, macht die Lage nicht besser.

Der Debütfilm der schwedischen Regisseurin Sanna Lenken mit seiner Perspektive der kleinen Schwester (der Originaltitel „MIN LILLA SYSTER“), den Perfektionswahn der jungen Magersüchtigen in pubertären Liebesnöten zu spiegeln, ist mehr als nur ein klassischer Problemfilm und dennoch wird die Krankheit in aller Drastik gezeigt. Der Film richtet sich dabei vor allem an Gleichaltrige der Titelheldin, die sich in vielen familiären Konfliktsituationen wiederfinden. Das Visuelle mit der die Innenwelten und Träume einer Teenagerseele ins Bild gesetzt sind, dürfte aber auch Erwachsenen gefallen.

Auf der Berlinale 2015, gewann der Film in der Sektion für Kinder- und Jugendfilme von der Kinderjury den Gläserne Bären.

Stella – Kleine große Schwester


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