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Es rudelt gar sehr – denn Familien sind ein wenig wie Tierrudel oder?

Es ist eine Gemeinschaft. Das Zusammenleben ist geregelt – genauso wie bei Hunden, Affen, Wildschweinen, Elefanten, Dachsen oder Bienen. Hier nennt man es nur Rudel, Herde, Kolonie oder Schwarm. Nun gut, die Spielregeln sind ein wenig anders oder? Aber wie ist es denn heutzutage als Familie? Was braucht es an Instinkten, und wieviel Überlebenskampf steckt in uns? Halten wir zusammen, wenn es hart auf hart kommt? Wie sichern wir uns gegenseitig das Überleben?
 

Theater der jungen Welt

Die Theaterpädagogik des TdjW hat sich auf die Suche gemacht und mit Leipziger Familien ein buntes, wildes Theaterprojekt geschaffen – das die Besucher von 6 bis 106 einlädt, im neuen Rudelverband aktiv zu sein. Denn wer ein Bühnenprogramm und ruhiges Zuschauen erwartet, ist im Irrtum. Hier wird angepackt, mitgespielt und mitgerudelt – um sich mit viel Spaß ein wenig zu hinterfragen oder gemeinsam wie Wölfe den imaginären Mond anzuheulen.
 

Wild, wilder, rudeln

Das zeigt sich für Eltern, Großeltern und Kids bereits beim Betreten. Hier erwartet einen kein übliches Theater. Es ist dunkel, Neons weisen den Weg, es gibt keine feste Platzierung, dafür aber sehr zur Freude unserer kleinen Theatertester eine Schüssel Gummibären. Was tun? Ein wenig Irritation macht sich breit, leichte Unsicherheiten, Tonbandaufnahmen im Hintergrund.

Dann betreten zur allgemeinen Erleichterung die Darsteller den Raum, fast wie Stammesbewohner erobern sie ihr Territorium. Das Eis ist gebrochen und mit Spielern im Publikum werden die Besucher nun mit auf eine Reise genommen, in der man sich selbst die typischen Familiengefühle wie Vertrauen, Nähe, Zugehörigkeit oder Rivalität, Wettbewerb erspielt.

Ein wirklich interaktives Familienstück, in dem klar die gemeinsamen und individuellen Grundbedürfnisse heraus gearbeitet wurden. So blickt man auf sich selbst und sein Gegenüber, um am Ende doch festzustellen, dass die Unterschiede gar nicht so groß sind.
 

Unser Fazit:

Sehr empfehlenswert für die ganze Familie, auch gern die vielleicht skeptischen Großeltern, die in Dauerschleife propagieren, dass früher alles anders war. Allerdings braucht es gerade für die jüngeren Kinder am Anfang ein wenig Begleitung und Stärkung, denn die Tonaufnahmen sind schwer zu interpretieren und sorgen für Unsicherheit.
 

Nächste Termine:

  • Samstag – 28.03.2020 – 15 Uhr
  • Sonntag – 29.03.2020 – 16 Uhr
  • Samstag – 09.05.2020 – 15 Uhr
  • Sonntag – 10.05.2020 – 16 Uhr (Letztes Mal!)

 
Fotos: TdjW / Rudeln / Sebastian Schimmel


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