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Empty-Nest-Syndrom – Väter leiden mehr als Mütter, wenn Kinder außer Haus sind

Erst stellt man sich die Zeit ohne Kinder ganz fantastisch vor und dann ist sie endlich da und es ist einfach nur traurig und ungewohnt. Eltern leiden. Väter sogar mehr als Mütter – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Universität Flensburg.

Alan Piper, Dozent für Ökonomie analysierte dafür Umfragen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), das seit 1984 einmal im Jahr mehr als 20.000 Menschen in Deutschland befragt. Wichtig waren Piper dabei Familienstatus und das Lebensglück der Befragten, so dass er feststellen konnte – Wenn das letzte Kind aus dem Haushalt auszieht, geht die Lebenszufriedenheit der Eltern eindeutig zurück.

Vor allem bei Vätern ist ein starker Zusammenhang festzustellen. Ergo: sie leiden viel eher unter dem Auszug als die Mütter. „Es könnte daran liegen, dass Frauen resilienter sind und mit Veränderungen in ihrem Leben etwas besser klarkommen als Männer„, sagte Piper.

Profan könnte aber auch sein, dass Mütter ohne Kinder weniger Aufgaben und Verantwortung haben, die sie noch oftmals für Hausaufgaben und Hausarbeit mehrheitlich zuständig sind. So ist für die meisten Mütter der Auszug der Kinder auch eine Entlastung. Die Leere, die Väter verstärkt verspüren, stellt sich bei ihnen nicht so intensiv dar.

Aber. Eindeutig leiden beide Elternteile. Nach der Studie büßen manche Eltern sogar an Selbstvertrauen ein, andere sind traurig und manche entwickeln sogar Formen von Depressionen.

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