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Schule

Eltern machen bei den Hausaufgaben auch Fehler

Die Kinder wollen nicht. Die Eltern sind gereizt. Irgendwie funktioniert es bei den Hausaufgaben einfach nicht richtig, was nicht unbedingt am Kind liegen muss. Deshalb hier unsere kleine Liste zur ehrlichen Selbstbefragung, denn auch als Eltern dürfen Fehler machen…

    • 01Keine Hausaufgabenzeit festlegen. Rituale erleichtern den Kids, sich zu strukturieren. D.h. die Hausaufgaben sollten täglich zu einer festgelegten Zeit erledigt werden.
    • 02Müde Kinder können einfach nicht mehr. Hausaufgaben sind vor dem Schlafengehen eine schlechte Idee. Wenn sich die Müdigkeit schon ankündigt, kann man sich nicht mehr richtig konzentrieren und so schafft es die Aufgaben nicht korrekt.
    • 03Bitte Ruhe. Wenn es turbulent zugeht, es laut ist, das Radio läuft, die Eltern telefonieren und sonst viel Tohuwabu herrscht, gibt es keine optimalen Voraussetzungen für das Lernen.
    • 04Den Tag ist zu mit Terminen. Hobbys sind schön und wichtig, aber sollten nicht noch mehr (Zeit)Druck machen- es muss immer genügend Zeit für die Hausaufgaben vorhanden sein.
    • 05Daneben sitzen. Daneben sitzende Eltern sorgen für zusätzlichen Druck. Besser ist es, nur in der Nähe zu bleiben und so für Fragen zur Verfügung zu stehen.
    • 06Vorsagen und zu viel Hilfe. In der Schule sind auch keine Eltern. Deshalb sollte das Kind seine Aufgaben immer alleine lösen und selbständig Arbeiten. Eltern, die ihrem Kind die Lösungen vorsagen, statt es beim Lösungsweg zu begleiten, riskieren, dass ihr Kind kein Selbstvertrauen und kein Durchhaltevermögen aufbaut.
    • 07Nicht ansprechbar sein. Eltern sollen nicht vorsagen, aber bei Fragen und Unklarheiten ansprechbar sein. Das Kind darf fragen und Hilfe in Anspruch nehmen.
    • 08Fehler nicht verbessern. Fehler sind da, um aus ihnen zu lernen. So sehen die Lehrer, wo es noch Probleme gibt und können noch einmal auf das Kind und den Lernstoff eingehen. Fehlerfreie Hausaufgaben durch die Eltern zeigen nicht das realistische Bild und helfen nicht.
    • 09Zu viel Kritik, zu wenig Lob. Lob tut gut. Wer aber immer kritisiert wird, verliert den Glauben an sich selbst und die Hoffnung, es schaffen zu können. Somit ist es wichtig, dass sich Eltern nicht nur auf die Fehler fokussieren, sondern auch das Positive hervorheben.
    • 10Zu hohe Erwartungen. Kinder brauchen etwas Zeit, um neue Themen zu verstehen. Diese Zeit sollten auch Eltern ihnen geben. Zu hohe Erwartungen hemmen nur und fördern die Frustration.
    • 11„Schau mal, dein Bruder hat das viel besser gemacht.“ Vergleichen ist nie gut. Jeder lernt in seinem eigenen Rhythmus und nach seiner eigenen Art. Hier sollte man jeden Kommentar runterschlucken und einfach machen lassen.
    • 12 Die Lehrer sind nicht doof. Eltern sollten die Lehrer nie laut und für das Kind hörbar beschimpfen oder „doof“ finden, denn die Haltung überträgt sich auf das Kind: Wieso soll es sich dann bei einer Lehrerin oder einem Lehrer Mühe geben, die bzw. den selbst die Eltern merkwürdig finden?

 


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