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Eizellenspende soll erlaubt werden

Eizellenspende soll erlaubt werden

Experten fordern, die Eizellenspende zu erlauben. Rechtswissenschaftler Tobias Helms sagt: „Aus familienrechtlicher Sicht gibt es keine prinzipiellen Gründe, die dagegensprechen, die Eizellenspende zu erlauben.“ Die Reform sei in Deutschland schon längst überfällig.

 Wann eine Eizellenspende durchgeführt wird

Die Eizellenspende, auch allogene Eizellentransplantation genannt, wird durchgeführt, wenn ein Fall von ungewollter Kinderlosigkeit vorliegt. Medizinische Studien belegen, dass in etwa 5 Prozent der Frauen davon betroffen sind. Die Spende von Eizellen erfolgt selbstlos, anonym und uneigennützig. Wenn bei einer Frau aufgrund ihres Alters oder einer Erkrankung keine Follikel heranreifen, kann die Eizellenspende für einige Frauen die einzige Alternative sein, dem Kinderwunsch nachzugehen.

 Derzeitige Rechtslage

Die Gesetze zur Eizellenspende sind in Europa ganz unterschiedlich. Neben Deutschland ist die Eizellenspende auch in Norwegen, Schweiz, Italien, Litauen und der Türkei verboten. Es besteht ein großer Unterschied zwischen der Samen- und Eizellenspende. Eine Spermaprobe ist schmerzfrei zu bekommen, eine Eizellenspende wiederum fordert doch ein ganz anderes Prozedere, aus einer hormonellen Behandlung bestehend, nämlich die Narkose und Punktion. Diese kann zudem eine Überstimulation der Spenderin hervorrufen, welche unter Umständen stationär im Krankenhaus überwacht werden müsse.

Erlaubt ist die Eizellenspende wiederum in Spanien, Frankreich und der Niederlande. In vielen Ländern gibt es schlicht und einfach gar keine klaren Regelungen – die Eizellenspende wird einfach geduldet.

Geltende Recht nicht mehr zeitgemäß

Es stellt sich die Frage, warum Eltern, die auf natürlichem Wege kein Kind bekommen können, kein Recht auf ein eigenes Kind haben? Helms betont: „Die Rechtslage in Deutschland beim Abstammungsrecht und der Reproduktionsmedizin läuft der internationalen Entwicklung hinterher.“ Nicht nur die Rechtslage zur Eizellenspende wollen die Experten reformieren, nein, auch die der Leihmutterschaft. Das deutsche Recht müsse für diejenigen Kinder, die durch Leihmutterschaft auf die Welt gekommen sind, einen sicheren Rahmen bereitstellen. Auch die SPD-Rechtsexpertin Sonja Steffen fordert ein Recht zu schaffen, dass moderne Familienbilder ermöglicht. Dazu gehöre auch das Verbot der Eizellenspende aufzuheben.

Warum Elternschaft auf zwei Personen begrenzen?

Die Bonner Rechtswissenschaftlerin Nina Dethloff geht in ihren Forderungen sogar weiter: „In Kanada oder Kalifornien ist man schon weiter. Warum solle ein Vater, der einem lesbischen Paar als Samenspender gedient hat und gemeinsam mit diesem für das Kind Verantwortung übernehmen will, nicht ebenso wie die Ko-Mutter ein Elternrecht haben?“ Es sei zu überlegen, warum Elternschaft auf zwei Personen begrenzt bleiben müsse…

Sein eigenes Urteil kann sich jeder selbst darüber bilden… Es bleibt dennoch spannend, ob und wie sich die Rechtsgrundlage in nächster Zeit ändern wird.


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