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Ein Blick zur Weiblichkeit…

Am Montag ging es um die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen und am Freitag machte sich Sabine Henriette Schwarz Gedanken zu dem Thema, wie Mädchen gerade so wünschenswert sind. Heute passen wir beides in ein großes Thema ein, überschrieben mit FEMINISMUS (keine Angst, auch wenn der Begriff schon ein bisschen beängstigend klingt).

D.h. keine männlichen Privilegien, keine weibliche Unterordnung. Stattdessen eher aus dem geistigen gesellschaftlichen, politischen, religiösen und akademischen Blickwinkel Gleichberechtigung. Menschenwürde und Selbstbestimmung! Das hat beispielsweise auch für Angelika Atzinger, Amazone-Geschäftsführerin weiterhin bestand, die auf die Frage: „Wie hat sich der Feminismus entwickelt? feststellt: „Viele sagen sehr ungern, dass sie Feministinnen sind, obwohl sie die Ansichten teilen. Man kann Feminismus nicht mehr so betrachten, wie er früher gesehen wurde. Feminismus ist absolut nicht männerfeindlich! Dieses Vorurteil be¬¬steht aber leider noch bei vielen. Das liegt aber wie bei vielen Dingen auch daran, wie sie gesellschaftlich diskutiert werden. Feminismus hat den Anstrich bekommen, dass diese Frauen für etwas kämpfen, für das man nicht mehr kämpfen muss, weil es die Gleichstellung von Mann und Frau ja gebe.“ (Vorarlberg online)
Also eher keine Kampfansage mehr wie sie einst Alice Schwarzer machte. Stattdessen ist Feminismus Teil der Popkultur geworden? „Pussy Hats“ als politisches Statement im Sinne von „ Ich bin für Demokratie und Gleichberechtigung – und ich bin Feministin.“ T-Shirts mit all-over-print: Feminism und jede Menge Stars, die sich in Zeiten von Trump positionieren. Aber was heißt das genau? Ab wann ist man denn bitte schön Feministin?

Das Shirt oder die Mütze machen es kaum. Emanzipation, Geschlechtergerechtigkeit und die Abschaffung von Diskriminierung sind Themen, die einen wirklich beschäftigen sollen. Eine Feministin (und übrigens muss man das gar nicht auf ein Geschlecht reduzieren, denn Männer sind genauso nach ihrer Meinung gefragt) zeigt Solidarität. Es interessiert, wie es anderen geht und man kämpft nicht nur für sich. Dazu gehört dann auch die Einmischung – egal ob im Supermarkt, an der Bushaltestelle oder in der Nachbarschaft. Wenn man Zeuge von ungerechter Behandlung wird, sollte man nicht einfach nur stillschweigend daneben stehen… einfacher gesagt als getan, gerade im Job, wenn man auf diesen angewiesen ist, aber Veränderungen beginnen leider immer erst, wenn sich Menschen zusammen schließen und bereit sind, für etwas einzustehen. Da hat Feminismus nämlich nichts mit coolen Stars und tollen Posts auf Instagram und Facebook zu tun. Feminismus hat mit dem Leben zu tun und dem, was wir unseren Kindern weiblichen Geschlechts wünschen.

Da erschrickt es, dass sich dann doch seit der Buchveröffentlichung „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“ von Alice Schwarzer, wo verschiedene weibliche Lebenssituationen vorgestellt wurden, wenig verändert hat. 1975 – 2018, d.h. 43 Jahre und pinke Pudelmützen sind dank Trump notwendiger denn je…


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